Demokratische Hohenpriesterwahl.
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Städten keinen Stützpunkt hatten, wunderten sie nach Jerusalem undvergrößerten die Zahl der Zeloten*). Nur die Festung Masadavon Eleasar ben Ja'tr befehligt, war ein Herd für die entschiedeneRevolution; es war das Jerusalem der Sicarier. Die Sicarierbandeerhielt Verstärkung durch Simon bar Giora. Dieser Mann, der eineHauptrolle in diesem Kriege spielen sollte, stammte aus der StadtGerasa. Er zeichnete sich durch Körperkrafl und Tollkühnheit aus, die erbis zum letzten Hauch nicht verlor. Bei der Flucht des römischenHeeres unter Cestius war er in der ersten Reihe, um sich an die Fersender Fliehenden zu heften. Dann sammelte er eine Schar um sich undführte ein Freibenterleben in der Gegend des toten Meeres, welche Akra-batene^) genannt wurde. Als die Bewohner dieser Gegend sich inJerusalem über ihn wegen ihrer Sicherheit beklagten, sandte die ge-mäßigte zelotische Partei Truppen gegen ihn »nd zwang ihn, inMasada Zuflucht zu suchen. Von hier aus unternahm er mit denSicariern Streifzüge in Jdnmäa, um Nahrungsmittel für die Besatzungherbeiznschaffen^). Ihre Räubereien stachelten indes die Jdnmäer zurGegenwehr auf und bald bildete sich eine idumäische Freischar von20000 Mann unter eigenen Anführern, den Brüdern Johannes undJakob ben Sosa, Simon ben Kathla und Pinehas ben Kln-soth'*). Die idumäische» Banden glichen den Sicarieren an Patrio-tismus, Wildheit und Schonungslosigkeit.
Der Strom der Freiheitskämpfer, der sich täglich über Jeru-salem ergoß, erzeugte bald aufgeregte Stimmungen und gewaltsameBewegungen. Josephns' verräterisches Spiel und Übergang zu denRömern gab gewissermaßen die Veranlassung dazu. So lange manin Jerusalem glaubte, Josephns sei unter den Trümmern Jotapatasbegraben, weihte man seinem Andenken aufrichtige Trauer. Alsaber die Kunde sich verbreitete, daß er sich im römischen Lagerbefände und von dem Feldherrn mit Rücksicht behandelt werde, ver-wandelte sich das Gefühl des Bedauerns in bitter» Haß gegen ihn.Die Mildesten beurteilten sein Benehmen als Feigheit, die Strengennannten es geradezu Verrat^). Mißtrauen und Argwohn schlichen
*) Jüd. Krieg IH, 3, 2.
2) Das. II, 22, 2; IV,. 9, 3. Das hier genannte ist durch-
aus verschieden von der Toparchie Nkrabatene an der Grenze Samarias. Esbildete vielmehr einen Teil von Jdumäa und hieß eigentlich Nkrabattine(I. Makkabäerbuch 5, 3): 7r()oi; ickliv? 'Haaö kV rH sSwete hat
nichtsdestoweniger „TavFaiV-" in den Text ausgenommen) rH»
So erzählt Josephns selbst jüd. Kr. IV, 9, 4: Simon bar Giora habe Akrabatenebis zu Groß-Jdumäa durchstreift fSo auch Buhl a. a. O. S. 88.st
»s Das. jüd. Kr. IV, 9, 3. *) Das. IV, 4, 2. ^ Das. III, 9, 5—6.