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Geschichte der Juden.
Hände der Römer'). Die Lundesteile Judäa und Peräa waren zwarnoch unangetastet. Der erstere bestand aus elf Bezirken, von denennur Jamuia und Joppe unterworfen waren. Die übrigen: Jerusalemmit der Umgebung, Gophuika und Akrabatene (an der GrenzeSamarias) im Norden, im Westen Thamna, Lydda, Emm auslGimso), im Osten Jericho und im Süden die Bezirke Bethlehem,Herodium und Engadi (am toten Meere) und die LandschaftJdumäa"), alle diese Bezirke hatten den Feind noch nicht gesehen.Peräa, das ebenfalls noch verschont war, hatte seinen Stützpunkt inJaser (Jazer)b). Die Bewohner aller dieser Kreise glühten von dempatriotischen Eifer, die Freiheit und die heiligen Güter gegen diefrechen römischen Eindringlinge zu verteidigen. Aber die Leiter derRevolution scheinen sich um die Landstädte, an denen sie eine Vormauergegen den Zug der Römer hätten haben können, nicht viel gekümmertzu haben. Was aus den dafür ausgewählten Statthaltern geworden ist(o. S. 474), ist nicht bekannt; der Essäer Johannes, dem die Ver-teidigung der Westbezirke anvertraut war, hatte sein Leben auf einemandern Schauplatze, vor Askalon, gelassen. Die allzusichern Zelotenin Jerusalem scheinen nicht einmal so viel für die Landstädte getan zuhaben, um mit ihrer Begeisterung die Friedensfreunde zu entflammenoder sie unschädlich zu machen. Die Wohlhabenden und Klugen, diesich von der Fortsetzung des Kampfes kein Heil versprachen, warennämlich zur Unterwerfung geneigt; nur die Jugend und die Besitzlosenunterhielten fortwährend das Revolutiousfeuer. In jedem Familien-kreise, in jeder Gemeinde gab es Reibungen zwischen den Friedens-freunden und den Kriegslustigen, und da die letzter» in den offenen
Jüd. Krieg IV, 3, 2.
") Das. III, 3, 5 gibt Josephus dis Einteilung Judäas. Tie meistenNamen sind auch anderweitig bekannt. Aber zwischen Emmaus und Jdumäawird genannt, was gewiß ein Fehler ist. Das. IV, 8,1 referiert Josephus,
daß Vespasian Emmaus zum Mittelpunkte der Expedition im Süden und Westengeinacht, von hier das Heer 571t ichv rvTrap/kav geführt und
von da rings um Jdumäa Kastelle angelegt habe. Die verschiedenen L.-A.,welche bei Havercamp dabei aufgesührt sind, weisen auf keine sonst bekannteÖrtlichkeit, welche zwischen Einmaus und Jdumäa den Vorort einer Toparchiehätte bilden können. Man muß also dafür wo lesen. Von
Bethlehem südwärts hieß die Gegend Jdumäa; vergl. w. u. Pelle an derersten Stelle ist gewiß auch korrumpiert aus Bethlehem —
Das. II, 20, 4; IV, 9, 9 u. a. St. bezeichnet Josephus Gophnitika und Akra-batene als Toparchien. Daraus folgt, daß sämtliche in der ersten Stelle auf-gezählten Ortschaften Toparchien bildeten sVergl. jedoch Buhl a. a. O. S. 82und Kohour a. a. O. S. 022.).
2) Das. IV, 7, 3 fg.; vergl. über die hier genannte Ortschaft Gadaraweiter unten.