Kaiser Nero.
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König entfliehen^. Auch Johannes' Anhang schwächte er, nachdemer Sieger über den Abgeordneten geworden war. Durch Herolde ließ erbei Androhung schwerer Strafen Johannes' Anhänger anffordern, dieWaffen niederzulegen und von ihm abzufallen. Dreitausend gehorchtenaus Furcht, und nur zweitausend syrische Flüchtlinge, die nichts zuverlieren hatten, harrten bei Johannes ausst. Das Johannes treu-gebliebene Gischala überfiel er feindlich und gab es seinen Trabantenzur Plünderung Preises. Dagegen handelte Josephus außerordentlichrücksichtsvoll gegen das römcrfrenndliche Sepphoris. Wegen derWichtigkeit dieser Stadt hatte sich Cestius Gallus ihre Treue dadurchgesichert, daß er sich von den angesehenen judäischen Familien Geißelnstellen ließ, die er nach Dora schickte. Josephus soll, wenn man ihmGlauben schenken kann, den Sepphoritcn gestattet haben, mit ihrenVerwandten in Dora in stetem Verkehre zu bleiben. Ja, er befestigtediese Stadt oder gestattete, daß die Bewohner sie auf eigene Kostenbefestigten, ohne sie seinem übernommenen Aufträge gemäß in Besitzzu nehmen und eine Besatzung hineinzulegen^).
Während Josephus so durch sein falsches Spiel »nd seine kleinlicheEitelkeit Galiläa in den Bürgerkrieg stürzte, das Synhedrion ver-höhnte, die Patrioten schwächte und die wichtigste Stadt Liberias znmAbfall trieb, hatte die römisch gesinnte galiläische Hauptstadt SepphorisSpielraum, mit den Römern Unterhandlung zu pflegen. Die Ein-wohner schrieben an Cestius, er möge ihnen eine römische Besatzungsenden, um sie vor dem Überfalle der ihnen feindlichen Galiläer zuschützen. Dieses Mal wurde Josephus denn doch von der Menge ge-drängt, die Sepphoriten für ihre verräterische Gesinnung mit Krieg zuüberziehen. Die Stadt wurde eingenommen, und die Menge warnahe daran, sie dem Erdboden gleich zu machen. Allein Josephuswar auf ihre Schonung so sehr bedacht, daß er die galiläischen Kriegerdurch den blinden Lärm, die Römer seien im Anzüge, den Rückzugantreten ließ; er selbst zog ebenfalls ab und ließ den Sepphoriten dieFreiheit, Cestius noch dringender um eine römische Besatzung an-zugehen. Bald darauf rückten römische Truppen in die galiläischeHauptstadt ein, ohne ein Hindernis zu finden, und Josephus hatteweder die Kriegsgeschicklichkeit, noch den guten Willen, sie wieder darauszu vertreiben. Ein Stnrmversuch, den er gegen Sepphoris unter-nehmen ließ, mißlang. Tags darauf wurden seine Truppen, die ernur gewöhnt hatte, gegen Religionsgenossen zu kämpfen, durch einen
i) Vita 68—70.
") Das. jüd. Kr. II, 21, 7; vita 66.
st Das. jüd. Krieg II, 21, 10. st Vita 8.