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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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Galiläa.

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ihre Benennung (Ormob-ObululflZ. Der Kessel des Genezaretseeswar der fruchtbarste der ganzen Landschaft. Wegen seiner höhernTemperatur trugen die Bäume das ganze Jahr ihren Laubschmuck;die edelsten Früchte kamen in Genezaret um einen Monat früher zurReife. Die Palmen, Dattelpalmen, Zitronen, Oliven, Mandeln undMelonen des Genezaret galten als die schmackhaftesten von ganzPalästina^). Chorazin und Kapernaum am Weslrande des Sees er-zeugten den vortrefflichen Weizen^). Die Gegend um Sichin (Asochis)bei Sepphoris und Kephar-Chanina lieferte feinen Ton, aus demdie Töpfer dauerhafte Geräte zu verfertigen wußten^). Der immerklare Spiegel des Genezaretsees lieferte seltene Fische in Fülle undseine Oberfläche war stets von Kähnen belebt, welche die Bewohnerder entgegengesetzten Ufer in Verbindung brachten^). Die warme Quellevon Ein maus (Obamtau) bei Tiberias war wegen ihrer Heilkraftgesucht und gab manchem Siechen die Gesundheit wieder.

Galiläa war unter allen Teilen Palästinas am reichsten unddichtesten bevölkert, es hatte die erstaunliche Zahl von 200 Städtenund Dörfern, von denen die kleinste Stadt 15000 Einwohner um-schlossen haben soll"). Die galiläische Bevölkerung überstieg demnachdie Zahl von drei Millionen, so daß auf die Quadratmeile über60,000 Menschen kamenfl. Auf den Höhen und Gebirgsabhängenprangten Städte, von denen einige von alters her befestigt waren,weil die Natur selbst ihnen Wälle verliehen hatte, und die Menschen-hand nur wenig nachzuhelfen brauchte. Zwei Städte galten alsMittelpunkte für Galiläa, Sepphoris (Zippori) auf einem Berg-Plateau und Tiberias an dem gleichnamigen See, beide von denherodianischen Fürsten verschönert und vergrößert so. S. 268). NächstTiberias lag rings um den Kessel des Genezaretsees in nur geringerEntfernung vom Ufer eine Reihe von Städten, teils in der Ebene,teils auf dem Gebirgsabhange. Ganz nahe bei Tiberias lag dasStädtchen Bet Maonfl. Eine Meile von Tiberias nördlich lagMagdala-Tarichea und nicht weit davon Arbela, berühmt wegenseiner vielen Grotten , wo die Freischaaren stets

eine sichere Zufluchtsstätte fanden. Weiter nördlich lagen die zwei

fl Usnaebot 85b. Lilri zu Ila'asinu Uo. 316.fl Josephus III, 10, 8. o) Lsuaobot 85 a. Vergl. o. S. 290.fl Ladbar 120b. Laba LIsma p. 74d. Osuems^Labba Uo. 86, x. 97b.über Sichin o. S. 125.

fl Josephus jüd. Krieg II, 21, 8; III, 10, 7.fl Das. vita 45; jüd. Krieg III, 3, 3.fl Vergl. Naumer, Palästina, 430.fl Josephus vita 12. ösrus. Urublu 5, 1. p. 2b.