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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
Entstehung
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Fünfzehntes Kapitel.

Der galiläische Krieg.

Bodenbeschaffenheit und Bevölkerung Galkläas. Die galiläische Erhebung.Johannes von Gischala und Jusius von Tiberias. Flavius Josephus,seine Jugend und sein Charakter. Sein Verhalten als Statthalter vonGaliläa. Beginn des galiläischen Krieges. Zerstörung Gabaras. Kämpfeund Untergang Jotapatas. Josephus' Übertritt zu den Römern. FallTaricheas. Unmenschlichkeit Bespasians gegen die judäischen Gefangenen.Belagerung und Fall Gamalas und des Berges Tabor. Übergabe Gis-chalas. Johannes von Gischalas Flucht nach Jerusalem.

66 67.

Die Landschaft, die dem Statthalter Josephus, dem Sohne desMatthias, zur Verteidigung zugeteilt wurde, war wegen ihrer Lage,ihrer erstaunlichen Fruchtbarkeit, ihrer Hilfsquellen und ihrer kräftigenBevölkerung nächst der Hauptstadt der wichtigste Posten; sie war dasBollwerk für Jerusalem. Galiläa, ein gebirgiges Land von ungefähr675 Kilometern Umfang, hatte im Norden die Phönicier und Syrerzu Grenznachbarn, erstreckte sich südlich bis an den Rand der EbeneJesreel (der sogenannten großen Ebene Tie'S-or) und stieg imNorden terrassenförmig bis zum Grundstock des riesigen GebirgesAntilibanon (Hermou), auf. Im Osten fällt Galiläa steil an die Rinnedes Jordan und die zwei Süßwasserseen Merom und Genezaret(Tiberiassee) ab, und im Westen geht die Abdachung zum Mittelmeere.Wegen dieser Abwechslung von Hochland und langgestreckten Ebenenhatte das Land zu jener Zeit, als fleißige Hände es anbauten, einefast wunderbare Ertragsfähigkeit und eine paradiesische Schönheit. Eswar im buchstäblichen Sinne ein Land,wo Milch und Honig fließt",gesegnet an Getreide und BaumpflanzungenZ, so namentlich in derGegend von Tiberias und Sepphoris^j. Der Ölreichtum Galiläaswar so groß, daß er die Syrer und Phönicier speiste und eine er-giebige Einnahmequelle für die Bewohner war^);man tauchte in Ölseinen Fuß". Besonders war die Gegend der Stadt Gischala wegenihrer vielen Ölpflanzungen berühmt und hatte von dem fetten Boden

y Josephus jüd. Krieg III, 3, 23. ?) 6 a.

o) Josephus jüd. Krieg II, 21, 2.