Die Logoslehre.
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Woche vor dem Eden hält*). Philo ging aber keineswegs soweit, denLogos in einem gewissen Sinne den zweiten Gott zu nennen^).Wenn es nun heißt: Gott Hobe die Welt erschaffen, so ist dos nachder philonischen Auffassung so zu verstehen: Gott habe den Logos, alsUrbild der Welt, erschaffen, die eigentliche Weltschöpfnng habe Gottnicht unmittelbar, sondern durch den Logos- vollbracht. Die Welt istein Abbild des Logos, der sie in geziemende Form gebracht hat undsie in Ordnung erhält; er ist die Seele des Weltalls, die sie bewegendeKraft, das sie beherrschende Gesetz. Er ist auch die geschichtliche Vor-sehung, welche die gewöhnliche Sprache Glück nennt; er bewirkt denAuf- und Niedergang der Völker und Staaten ^).
Die Welt dachte sich Philo allerdings als erschaffen, und er be-tont diesen Gedanken ausdrücklich als die Lehre des Judentums gegendiejenige Behauptung, die der Welt Aufangslosigkeit znschreibt; aberdiese Weltschöpfnng war nach seiner Ansicht doch mehr eine Welt-bild »na, indem die göttliche Weisheit, der Logos, den toten Stoffbelebt, geschieden und geordnet hat. Der Mensch ist nach seiner gei-stigen Seite gleich den höheren Wesen oder Engeln ein Erzeugnis desLogos, und durch ihn hat er Teil an der Gottheit oder ist, im bibli-schen Sinne, im Ebenbilds Gottes erschaffen. Daher besitzt der Menschdas göttliche Geschenk des Denkvermögens und der Willensfreiheit.Vermöge der Verbindung der von Gott stammenden Seele mit demLeibe steht der Mensch an der Grenzscheide des Ewigen und Vergäng-lichen. Er ist eine Welt im Kleinen, das edelste unter den Geschöpfen,aber niedriger als die unkörperlichen Wesen. Die Unsterblichkeit derSeele bedurfte für Philo keines besonder» Beweises; da die Seelegöttlichen Ursprungs ist, muß sie eben dadurch unvergänglich gedacht
r) Philo, cls Oüsrndim, F 9. A. I. 144.
-) De 8omniis I, K 39. LI. I, x. 655. Die Stelle ist instruktiv. Philoverwahrt sich dagegen, als ob er mit der Annahme des Logos einen Dualismusin der Gottheit statuierte, n Är>.? ö vor ev Sk, ,5 . .
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k 0 t . . . rt /ö'/ktr-; 0 -0 k b <; kls Lb-rtv. Hier spricht
Philo durchaus nicht von einem zweiten Gotte. Wenn es nun in den beiEusebius angeführten tzuasstiones (kraspar. evang-. III, 83) lautet: <lr« -rtTrkgt k7L()ov ttkkjN -rä : kV Akoü X. 7. I. und dann weiter:
Troa? rüv ttknv, eari-i- exklrov so kann diese Auslegung
schwerlich Philo angehören, sonst hätte er an andern Stellen, wo er den Vers:Genesis 1, 27 anführt — und er legt ihn öfter aus — vom Logos, als demzweiten Gotte, sprechen müssen. Es ergibt sich also anch daraus, daß dietzuasstioneo nicht echt philonisch sind. Man ist daher nicht berechtigt aufzustellen:Philo habe den Logos als den zweiten Gott bezeichnet. fDie (^uaestionss geltenjetzt allgemein für echt, vergl. Schürer III 497 ff.j
b) Das. gnoä Usus iinmutadiiis H 3v.