Druckschrift 
6 (1835)
Entstehung
Seite
62
Einzelbild herunterladen
 

62

und mehr von seiner Schuld überzeugt, verließ ichdie Herberge und gieng an Dawson's verborgenenAufenthaltsort.

Au« Furcht er möchte entwischen, hatte ihnThornlon in eine« der abgelegensten Zimmer beiHause« gesperrt. Die Einsamkeit und die Finsternisdaselbst, verbunden mit seinen Gewissensbissen battenseinen ohnehin nie besonder« kräftigen Geist beinah znmWahnsinn gebracht. Er krümmte sich unter denschärfsten und quälendsten Stacheln des Gewissens,die mir je in meiner ziemlich reichhaltige» Erfahrungvorgckonrmen sind. Die alte Here, tie Hekate desOrts (Sie scheu, ich habe eine klassische Bildunggenossen!) war sehr abgeneigt, mich zu ihm zu lassen,denn Thorntvn hatte ihr mit der Vorstellung derschlimmen Folgen, welche die Veruachläßigung seinerAnordnungen haben würde, die Hölle heiß gemacht;aber sie wagte nicht, meinen Befehlen sich zu wider«setzen. Demnach hatte ich eine lange Untcrrcdungurit dem unglücklichen Manne; er glaubt steif undfest, Thorntvn habe die Absicht ihn zu ermorden undsagt, wenn er dieser Höhle entrinnen könnte, so würdeer sich der nächsten besten Gerichtsbehörde ausliefern.

Ich erzählte ihm, ein Unschuldiger scp wegende« Verbrechens, da«, wie ich wüßte, er und Thorn-on verübt hätten, verhaftet worden; und dann, in-dem ich die Rolle als Geistlicher übernahm, ermahnteich ihn, sein früheres Verbrechen durch ein vollstän-