Druckschrift 
6 (1835)
Entstehung
Seite
63
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Mts Geständnis, das die Freisprechung des Unschul-digen und die Bestrafung des Schuldigen zur FolgeHaben würde, so weit es möglich sey zu sühnen. Ich-zeigte ihm von Ferne die Hoffnung, daß dieses Ge-'ständniß ihm vielleichtals Zeugen des Königs*) Ver-zeihung für seine Thar auswirken könne) und ichversprach ihm allen Eifer und Fleiß aufzubieten, umseine Flucht aus seiner dermaligen Höhle zu be-günstigen.

Er antwortete mir hierauf: er trage kein Ver-langen zu leben, er dulde die größten Ovale» in sei-nem Innern) der einzig« Trost, der ihm noch aufErden zu Theil werden könnte, bestehe darin, daßer seine Gewissensangst durch ein vollständiges Bc-kenntniß seines Verbrechens erleichtern und die Aus-sicht auf die himmlische Barmherzigkeit sich erwerbenkönne, wenn er sciue Missekhat auf dem Schaffetbüße. Dieß Alles und vieles andre eben dahin Zie-lende sagte mir der hasenherzige Tropf unter Sröh-ven und Seufzen. Ich hätte gern seine Beichte aufder Stelle angenommen und fle mitgebracht) aber erweigerte sich, fle mir oder irgend Jemand, außer ei-nem Geistlichen abzulegcn, dessen Beistand er michbat ihm zu verschaffen. Ich erklärte ihm anfänglich,dieß sey unmöglich) aber von seinem Jammer undseiner Gewissensangst gerührt, versprach ich ihm end-lich, auf die Nacht einen solchen mitzubringen, der

*) Sieh« hierüber Eugen Aram. 6Bdch. x.70 Bnmkg.