Note 20.
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von dem andern (V. 30': 12 h i-L r-Lw^o nx ^inx xwti. Diesen
Spruch für Israel hatte Ahron auf seinem Herzen, indem er die Urim undTummim trug (das.: i-s v'nixn) und das waren eben die
Steine.
Noch überzeugender wird die Annahme, daß die Ilriw rsalitor aus denGemmen bestanden, wenn man die ägyptische Parallele, welche Hugo Grotiuszuerst dafür herangezogen hat (äs vsritato ollristianas rolixionis I, 16, Note113 und Comment. zu Exodus z. St.), genau erwägt. Claud. Aelianns be-richtet: Der ägyptische Hohepriester, der zugleich Recht gesprochen, habe umden Hals oder an demselben ein Bild aus einem Saphirstein getragen,und dieses Bild habe man „Wahrheit" genannt. <Vurius llistorias XIV, 34j:
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xnttki-j x«i röi- kx a«yoclgor- ItAov. kx«1ctro rc>
Aehnliches berichtet Diodor von Sicilien lLibliotllsoa I,48, p. 58s: In dem Wandgemälde eines ägyptischen Tempels war unter den30 Richtern in der Mitte der Oberrichter dargestellt, dem die Wahrheit vomHalse herunterhing: rö»- c-g/rcktXttarhr' ,
LX roü rn«^/s).ov. An einer anderenStelle referirt er, der ägyptische Oberrichter habe um den Hals an einergoldenen Kette ein Bild aus kostbaren Steinen getragen, welche sie „Wahr-heit" nannten (das. 75, p. 87): khpögkt 41 ovros- <ö äg/t4kx«<rrchL) Tiegt ro,/
kx ä/tüacviL rwr- Trolvrxläii- ItAwr-, ö
7rgax^)/ögxr-o-- Der Oberrichter war zugleich Oberpriester, in
diesem Punkte stimmen beide Notizen überein. Eine Divergenz zeigt sich ineinem anderen Punkte. Nach Aelian war das Bild der Wahrheit in einereinzigen Gemme enthalten, nach Diodor dagegen in mehreren. Das Bild stelltewahrscheinlich die Vws, die Göttin der Wahrheit, bei den Aegyptern dar.Die Bedeutung des Bildes und der Gemme kann doch nur gewesen sein, daßder Nichterspruch des Oberrichters oder des Oberpriesters untrüglich und wahrsei. Den Priestern legten die alten Völker eine magische Kraft bei, dadurcherschien ihnen ihr Thun, also ihre Opferhandlungen und auch ihr Wort un-trüglich.
Zu verkennen ist es allerdings nicht, daß der hohepriesterliche Schmuck desOllosoksn einen ägyptischen Ursprung hat, nicht wie Hugo Grotius annimmt,daß die Aegypter den Lliosollon nachgeahmt hätten. Dafür sprechen zu ent-schieden mehrere Ähnlichkeiten, die Gemme oder die Gemmen, die Kettchen,woran diese hing, die Bezeichnung „Wahrheit" welche damit verbunden
war; selbst der Ausdruck vswv, Urtheil des Richters, der bei den Ollosollonvorkommt, erinnert an diesen Ursprung. Aber es war doch nicht eine sklavischeNachahmung, sondern es wurde eine Modifikation des Originals vorgenommen.Zunächst wurden die Edelsteine auf zwölf gebracht, um an die Zwölfzahl derStämme zu erinnern. Dann wurde der Olloselisn nicht am Halse, sondernauf dem Herzen getragen, und endlich sollte nicht jeder Richterspruch dadurchentschieden werden, sondern lediglich ein höherer Spruch in zweifelhaftenLagen. Das Bild oder die Wahrheit fiel natürlich weg; die Israeliten kannten