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Geschichte der Juden.
Halbverses kann demnach nur der sein: Der Psalmist fleht Gott an, er mögesein Licht und seine Wahrheit oder die Urim und Tummim oder seinenuntrüglichen Gottesspruch senden, um ihn, den Flehenden, zu leiten. Indiesem Sinne ist auch -'>27' n-7: zu nehmen lSam. 1,14, 41). Hier steht nunentschieden gleich v-'-on. Der griechische Vertent hat daher das Letzteremit Takt durch wiedergegeben. Da nun auch die Bedeutung
eines „unabänderlichen Spruches" hat (Spr- 29,26: L^x 'n-ch,so ist der Sinn von 22U.-2N -LN und 222:2 jNumeri 27, 21) nicht
zweifelhaft. Es bedeutet den Brustschild, vermöge dessen ein Gottesspruchverkündet wurde oder den Spruch durch di« Urim. Dunkel ist blosdas Wort v-^-x. Es ist jedenfalls der Plural von -nx und ist nur des Gleich-klanges wegen mit so vokalisirt für r^iix lwie ni-xu: für nhxrr wegendes folgenden Jesaia 7,11 und andere Beispiele), iix hat im Hebräi-
schen auch die Bedeutung „Glanz". <Jch erinnere nur an ->ix und->ix.) Folglich bedeutet 2n-,ix im Plural „vielfacher Glanz." Dieseskann sich recht gut auf den Glanz beziehen, welcher von den 12 Edelsteinenausstrahlte. Die Steine können demnach die Urim gebildet und der Zusatzden Begriff verstärkt haben, daß der Spruch vermöge der Gemmen wahrund untrüglich sei. Nach Numeri a. a. O. kann vorausgesetzt werden, daßder Hohepriester auf Befragen einen Gottesspruch zu ertheilen hatte. DieserSpruch, insoferne er durch die Steine geschieht und untrüglich ist, würde voll-ständig lauten v^x Elliptisch steht aber v^ix oder
auch L-nix allein. Daß übrigens unter v^iix und die 12 Edelsteineverstanden werden, geht aus der klassischen Stelle von der Anfertigung des(ldosodsu hervor. Wie soll man denn sonst die Stelle verstehen Modus28/30): Q^r-n nxi viiixn nx vvLsn s-n hx nr»:-? Was soll dennhinein oder darauf gegeben werden? Hätte es noch einen Gegenstand gegeben,welcher zum Lliosolisu gehörte oder vielmehr Hauptbestandteil desselben bildete,so hätte nothwendiger Weise angegeben sein müssen, wie dieser angefertigtwerden sollte. Davon ist aber keine Rede. Es leuchtet also ein, daß die Gem-men selbst die Urim-Tummim ausgemacht haben. Daher wird Leviticus 8, 9nur erzählt: i^xi v^ixn ^x ziunn i-x aber es wird nicht be-
merkt, daß die Steine daran befestigt worden wären; denn der (Losollsn ansich bedeutet noch nicht die Gemmen. Exodus 28,17 heißt es (su:n^) 12 nxi-ni"x NX??, in den Odosodsu sollen die Steine eingesetzt werden; der Odosollovist also nur das Behältniß, folglich durfte bei der Investitur Ahron's nichtfehlen, daß auch die Gemmen eingesetzt wurden. Und dieses ist aber angegeben,wenn die Gemmen mit den Urim identisch sind. Wie die zwei Onyxsteiue aufdem Schulterstücke des Ephod zinr ^:2X „Steine der Erinnerung" ge-nannt werden, ebenso können die zwölf Gemmen durch v-^ix °>rnx
bezeichnet werden, und L'N'.xn nx rv:i ist nur als Ellipse anzusehen. Zweierleiist demnach in der citirten Exodusstelle bei der Anfertigung des Ldooolion be-merkt: Die Zwölfzahl soll die zwölf Stämme versinnbildlichen und dieGemmen sollen den Richterspruch für Israel vermitteln. Von dem erstenMoment heißt es <V. 29): hr hx-,^ ninur r-x s^nx xu.':i und