Note 19.
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Einer anderen Einwendung gegen die Richtigkeit der chronologischen Datain den Büchern der Könige von Seiten der sogenannten Mesa-Jnschriftmuß noch begegnet werden. Im Jahre 1869 hat Clermont-Ganneau eine Stelleoder einen Block mit Inschriften in alten Schriftzügen jenseits des Jordanaufgesunden, welche zwar die Erzählung des Kriegszuges Joram's von Israelin Verbindung mit Josaphat und dem König von Edom gegen Mesa, Königvon Moab, bestätigen und ergänzen, aber ihrer chronologischen Angabezu widersprechen scheinen, lieber diese Mesa- oder moabitische Inschriftist viel in Zeitschriften und Brochüren geschrieben worden. Der Block ist näm-lich von Beduinen zertrümmert worden, und Clermont-Ganneau konnte nureinen Abklatsch davon veröffentlichen, welcher viel Lücken enthält. Diese Lückenhaben zwar Clermont-Ganneau und Andere später durch aufgefundene Trümmer-splitter ergänzt, nichts desto weniger sind viele Zeilen ganz oder theilweise lücken-haft und unverständlich. Aus einer solchen lückenhaften Zeile wird ein Wider-spruch mit der israelitischen Chronologie herausgelesen. Nach Könige hat Je-horam von Israel den Feldzug gegen Mesa unternommen und zwar imersten Jahre seiner Regierung, da Moab bei der Nachricht vom Tode Achab'sabgefallen war. Von welchem israelitischen König Moab unterworfen wurde, istnicht angegeben. Die Mesa-Jnschrift nennt aber Omri als Eroberer einermoabitischen Stadt Wedabaj. Die darauf folgende Zeile ist aber lückenhaft.Zeile 7 Ende und Zeile 8 lauten nämlich nach Clermont-Ganneau's Ergänzung:
.^x L1N1
...:.x^n N'2 2
Hier ist nun für Conjekturen ein weiter Spielraum gelassen. Liest manmit Schlottmann:
^ -"2-,X n:2 I'L'' s21 ^-2^- 7X->Lft
so folgt natürlich daraus, daß Israel in den Tagen Omri's und Achab'sdarin 40 Jahre gewohnt habe, und es entsteht ein Widerspruch mit der An-gabe, daß Omri und Achab zusammen nur etwa 30, mit knapper Noth 34 Jahreregiert haben. Nöldecke ergänzte daher ^->21 n :2 und zieht
noch Joram's Negierungszeit hinzu. Andere lesen statt n: 2 , „sein Sohn",NZ 2 , „er hat gebaut" und als Wortsragment; denn für Jahr isteine abstruse Form. Auch die Schreibweise x^nn-o für x:n^ ist ausfallend.Kurz die Zeile 8 in der Mesa-Jnschrift giebt keine Gewißheit weder über dieZeit, noch über das Faktum. Es steht demnach gar nichts entgegen, die Reichs-spaltung 977 und den Untergang des Zehnstämme-Reichs 266 Mondjahre,d. h. 258 julianische Jahre später um 719 vorchr. Z. anzusetzen.
Von Rehabeam oder der Reichsspaltung die Chronologie aufwärts zuführen, dazu fehlt allerdings jede Controlle. Salomo's Regierungsdauer von40 Jahren wird noch dazu wegen der runden Zahl verdächtigt. Dadurch istdie erste Stufe zum Hinaufsteigen abgebrochen. Allein diese vierzigjährige Re-gierungsdauer muß aus zweifachen Gründen für genau angenommen werden.Selbst die am meisten pessimistische Kritik muß zugeben, daß die Zahl derRegierungsjahre sämmtlicher nachsalomonischer Könige nicht als rundeZahlen anzusehen sind. Es wird Niemandem einfallen, Joasch's 40 Jahre als