Note 19.
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Asur-ah-iddin, unbekümmert darum, daß die anderen assyrischen Könige,obwohl sie ebenfalls über Babylon herrschten, nicht in Ptolomäus' Kanon auf-geführt werden. Dabei müssen sie wieder künstliche Ausgleichungen anwenden:denn nach dem Ptolomäischen Kanon regierte Arkeanos nach MardokempadoslMerodach-Baladans. Das stimmt aber nicht mit ihrer Berechnung, nachwelcher Sargon vor Merodach regiert habe. Sie fügen deßwegen einen uner-wiesenen Merodach II. ein; lauter Nothbehelfe. Es soll gegenwärtig ein Jn-schriften-Denkmal von Merodach aus den assyrischen Ruinenfeldern aus demWege nach Europa sein. Vielleicht giebt dieses befriedigenderen Aufschluß. —Doch Schräder und sein englischer Vorgänger F. Smith stützen die assyrischeChronologie noch auf ein anderes Datum, als „auf einen festen Ausgangs-punkt" lKeilinschriften und alt. T., S. 302>, nämlich auf eine Sonnenfinster-niß, welche bei dem Namen eines Beamten in der Liste angemerkt sei, unddiese soll nach astronomischer Berechnung nur im Jahre 763 stattgefundenhaben. Man muß sich die mühsame Entzifferung ansehen, mit welcher diesesFaktum von der Sonnenfinsterniß zusammenbuchstabirt wird <Athe»äum,Jahrg. 1867, p. 660 fg., Theol. Stud. und Krit., Jahrg. 1871, S. 682, Notel.Da kommt aber Oppert, bestreitet die Richtigkeit dieses Jahres und setzt dieseSonnenfinsterniß in das Jahr 809 (D. M- G., Jahrg. 1869, S. 135> — einStrich durch die Rechnung! Nichtsdestoweniger will Schräder nach diesenzweifelhaften Conjekturen die bibl. Chronologie meistern.
Gehen wir jetzt an die Beweise, welche vorgebracht werden, daß die israe-litischen Könige in den assyrischen Inschriften genannt werden, wodurch Schrädersich zu der Behauptung veranlaßt fühlt, daß „der Löwenantheil der neuen assy-rischen Entdeckungen dem alten Testament zufällt." In den Büchern der Königeist von den Assyrern zu allererst in der Negierungszeit Meuahem's und Usia'sdie Rede. Daher galt es lange als Norm, daß die Propheten, welche Assyriennicht erwähnen, vor dieser Zeit gesprochen haben. Die Assyriologen wollenaber entdeckt haben, daß schon zu Achab's Zeit die Assyrer in das Geschick desZehnstämme-Reichs eingegriffen hätten. Unter einem Salmanassar soll Achab, Königvon Israel, 2000 Wagen und 10,000 Mann mit noch vielen anderen Fürstenznm Krieg gegen diesen assyrischen König gestellt haben. Ist die L.-A. auchgesichert? 1864 las G-Rawlinson noch aus der Inschrift Hinab ol 8am-bala stbs tivs inonarebiss II., p. 362>; erst ein Jahr später entdeckte er, daßes laute: 4>,bab ok cks^rssl (das. IV, p. 576>. Schräder liest ^.-eba-abbn 8ir'-Ia-ai; das letzte Wort soll Israel, nicht Jesreel bedeuten (das.S- 58, 94>. Allzuviel Gewißheit bietet also dieser Passus keineswegs, zumal,wie die Assyriologen eingestehen, der Name „Land Israel" auf den bisherentdeckten Inschriften sich sonst nicht findet; darum sind die englischen Assyrio-logen für Jesreel. Aber soll ein König nach seinem Winteraufenthalt näherbezeichnet werden? — Denn die Hauptstadt blieb doch immer Samaria. Eskommt aber noch bester. — Jehu soll zweimal auf den Inschriften Salma-nassar's II. Vorkommen, einmal Llaaclatn sa Oabua babal Obunmrii,„Tribut Jehu's, Sohnes des Omri (Schräder, das. 66,107, G. Rawlin-son II, p. 364 fg.1 Aber wie so kann denn geschrieben sein ^-i-zin? Und