Note 19.
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ins Jahr 6467, Champollion-Figeac — 5867, Lesueur — 5778, Boeckh
— 5702, Hekekyan-Bey — 5652 (was, wie Gutschmidt sagt: „auf ein PaarJahrhunderte ab oder zu richtig sein wird"), Unger — 5613, Henry — 5303,Lenormant — 4915, Barucchi — 4890, Brugsch — 4455, Pickering
— 4400, Lauth — 4175, Hinks — 3895, Lepsius — 3892, Bunsen—3623,F. I. C. Mayer — 3187, Gumpach — 2785, Uhlemann — 2782, Seyf-farth — 2781, Pools — 2717, Gliddon — c. 2700, Prichard — c. 2400,Knötel — 2387, Wilkinson — 2330, Palmer — 2224, Hofmann — 2182,
also haben wir sechsundzwanzig verschiedene Bestimmungen., dis sämmt-
lich auf Untersuchungen fußen, und in ihren äußersten Gegensätzen um nicht
weniger als 4285 Jahre auseinandergehen!. Ich selbst habe die Zeiten
der Aegypterkönige zu berechnen unternommen, habe es aber nicht zu Standegebracht. Willkürliche Aufstellungen scheue ich, und zuletzt gelangte ich zu demErgebnisse, welches schon Plath ausgesprochen hat, daß bei den jetzt vorhandenenHülfsmitteln alle Ansätze ungewiß bleiben." Von Menes, dem ersten Königeder I. Dynastie hängt aber die ganze ägyptische Chronologie ab, weil nach denManethonischen Angaben Dynastie auf Dynastie, Könige auf Könige und Re-gierungsjahre auf Regierungsjahre ununterbrochen folgen. Ist der Anfangunbestimmt, so kann die ganze folgende Zeitreihe nicht auf Gewißheit pochen.Von Menephta's Regierungszeit oder von der XIX. Dynastie an glauben dieAegyptologen zwar einen festen, sogar astronomischen Ausgangspunkt zu haben,weil in dessen Regierungszeit die historische Sothisperiode fiel, in's Jahr 1322oder 1323 (s. o. S. 28). Nichtsdestoweniger unterliegt die ägyptische Chrono-logie auch von da abwärts noch vielen Schwankungen. So z. B. schwanken dieRegierungsjahre der ägyptischen Könige, auf welche es auch in der Bestimmungder judäischen Chronologie ankäme, um 50—60 Jahre. Psusennes regiertenach Brugsch 1015—980, nach Reinisch dagegen 949—935. Sein NachfolgerScheschenk 980—959 nach Brugsch, 936—914 nach Reinisch. Ist nun die ägyp-tische Chronologie so ungewiß, wie kann sie als Norm angemendet werden?Sie muß vielmehr froh sein, wenn sie von der Zeit Salomo's an bis auf dieZeit Josia's und weiter hinab Hülfsmittel zu ihrer eigenen Berichtigung vonder judäischen Chronologie entlehnen kann.
Dagegen tritt seit einigen Jahren die assyrische Chronologie mit demAnspruch auf Unfehlbarkeit auf. Namentlich hat Schräder in seiner neuestenSchrift „die Keilinschriften und das alte Testament" 11872) der judäi-schen Chronologie den Krieg erklärt und sie auf Grund der assyrischen demen-tirt. <S. 292 fg. in einem besonderen chronologischen Excurs.) Oppert dagegenbemerkt mit jenem richtigen Taktgefühl, ohne welches historische Forschungen,die auf eine Anhäusung von Citaten und Folgerungen basiren, einem aufschwankem Untergründe gebauten hohen Thurm gleichen, Folgendes: „Wenn einauf assyrische Keilschrift basirtes System zu solchen, die biblische Zeitrechnungvernichtenden Resultaten gelangt, so hat es sicher Unrecht. Es ist uns nichterlaubt, eine so durchaus historische Chronologie nach mißverstandenen Textenstürzen zu wollen." lZeitschr. der D. M. G-, Jahrg. 1869, S. 136, Anm.).Schräder aber ließ sich davor nicht warnen, sondern legte es darauf an, be-
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