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Geschichte der Juden.
verwunden". Uebertragen auf den Balsam bedeutet es, die Balsamtropfendurch Einschnitte in den Stamm zum Abfluß bringen. Diese Uebertragungfindet sich bei den Arabern nicht. Folglich kannten sie dieses Geschäft nicht,wohl aber die Hebräer in uralter Zeit, da sie für die Balsamtropfen eineneigenen Namen haben. Das „edle Oel", welches Hiskija den Gesandtendes babylonischen Königs gezeigt lKönige II, 20, 13s, war ohne Zweifeldas Balsam-Oel. Es kann also als eine Thatsache angenommen werden,daß die Balsamstaude in der vorhistorischen Zeit in der subtropischen Gegenddes todten Meeres jenseits des Jordan in Bethramtha oder oder
Gilead gewachsen ist, daß die dortigen Bewohner Änrch Einschnitte Balsam-tropfen gewonnen, und daß zuerst die Jsmaeliten und dann die Tyrier dieseTropfen gekauft und exportirt haben. Salomo hat also dieses beliebte Medika-ment selbst exportiren lassen; das mar also wohl das Produkt seines Landes,das er der Ophirflotte mitgegeben und wofür diese Gold eingetauscht hat.
Wie sehr der palästinensische Balsam in der historischen Zeit geschätzt wurde,geht aus den Nachrichten des Plinius hervor. Alexander der Große ließ zuseinem Gebrauche eine Nußschaale voll davon sammeln. Pompejus brachteBäume zum Staunen der Römer zum Triumphe mit. Zur Zeit des Kriegesgegen Rom wurde um den Besitz der Balsamgärten zwischen Römern undJuden hitzig gekämpft. Die Letzteren wollten sie zerstören, die Elfteren sieerhalten <vergl. Ritter, Erdkunde l1818> II, S. 348 fg. Movers, Phönicier II,3, 27 fg.s Nach der Besiegung Judäa's ließ der römische Staat die Staudeals Regale pflanzen und ausbeuten. Loritguo nuno oum tisous, nso nnquamtnit numsrosior unt prooorior, wie Plinius bemerkt.
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Die Chronologie.
Mit der chronologischen Ordnung der israelitischen Geschichte von der Zeitan, wo die Data aufhören, runde Zahlen zu sein, steht es doch noch nicht so ver-zweifelt, wie die Aegyptologen und Assyriologen glauben machen wollen. DieStörungen, welche diese in Folge ihrer eigenen chronologischen Berechnung hinein-gebracht haben, sind nicht so überwältigend, daß man dadurch genöthigt wäre,die judäische Chronologie für die Zeit der Könige einer anderen unterzuordnenund die bisher aufgestellten Data zu verwerfen. Die ägyptische Chronologienach den manethonischen Dynasticen hat ihre schwachen Seiten, die sie nicht ver-decken kann, und daher darf sie sich nicht zur Richterin aufwersen. Dafür nimmtaber die assyrische Chronologie seit einigen Jahren einen immer stolzerenTon an. Allein sie ist ebenfalls .noch weit von mathematischer Gewißheit ent-fernt, um als Norm und Controlle zu dienen. Die von ihr aufgestellten festenPunkte sind noch lange nicht zuverlässig. Um daher einen sicheren Ausgangs-punkt zu gewinnen, muß ein anderer synchronistischer Kanon herangezogenwerden, der anderweitig feststeht. Von diesem Kanon aus können dann