Note 18 .
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deutung kann ihm nur das Balsamprodukt gegeben haben. Der Balsam vonGilead war also der von Bethramtha oder Betharam. Es ist ein Jrr-thum, wenn dis Archäologen bei Balsam zunächst an Jericho denken. Daß hierdie Balsamstaude gewachsen ist, wissen wir nur aus Josephus und Strabo.Dagegen geht es aus den oben citirten Worten Justinus' oder TroguS Pom-pejus' hervor, daß er einen anderen Fundort des Balsam's im Auge gehabthat, nämlich einen Ort, der von Bergen wie von einer Mauer umgeben ist;darunter kann er nur Engedi verstanden haben. Diodor spricht ebenfalls anden beiden Stellen von Balsam im Zusammenhang mit dem todten Meere, undwenn er sagt ^ re--k, so meint er damit ebenfalls eine Gegend um daS
todte Meer und zwar nicht Jericho hvie die Ausleger annehmen), sondern wohleher Zoar, weil er dabei auch den Palmenreichthum hervorhebt. Wann dieBalsnmstaude in Zoar und Engedi angepflanzt wurde, dafür giebt es keinenAnhaltspunkt. In Jericho wurde sie wahrscheinlich erst zur Zeit des zweitenTempels angepflanzt und zwar von Bethramtha aus. Jericho liegt eben soweit im Westen vom todten Meere entfernt, wie Bethramtha im Osten, sie habenbeide dasselbe subtropische Klima. Einige Stauden sind auch später nach Gazaund auch nach Liberias verpflanzt worden, wie Aricana und Burkhardt über-lieferten. Nach einer Nachricht habe Cleopatra sie von Judäa aus in Aegyptenanpflanzen lassen. Dadurch ist der Zweifel an der Identität von ^12 und Balsambeseitigt, welche Bochard, Celsius, Rosenmüller und Movers aufgeworfen haben,indem dieses nur nach Gilead benannt, jenes aber nur nach Jericho verlegtwird. Allein die Bezeichnung nach den verschiedenen Localitätsn gehört ver-schiedenen Zeiten an. In der vorexilischen Zeit wuchs die Balsamstaude lediglichin Bethramtha oder Betharam. Dorthin kann sie Salomo unmöglich habenanpflanzen lassen; denn die jenseitige Gegend war ihm nicht so sicher wie diediesseitige. Wenn also die ^m^ris Olileaclsuois erst von Arabien aus nach Gileadeingewandert ist, so muß diese Transplantation in der vorhistorischen Zeitvor sich gegangen sein. Zu Salomo's Zeit dagegen muß schon Balsam in Gileadoder Bethramtha vorhanden gewesen sein. Von hier aus war er schon in früherZeit ein gesuchter Artikel, da, wie in Genesis angegeben ist, die Jsmaelitenihn aus Gilead nach Aegypten exportirt, und aus Ezechiel, daß die Tyrier ihnebenfalls von da eingetauscht haben. Es ist sehr zu bezweifeln, ob im südlichenArabien oder in Sabäa die Gewinnung der Balsamtropfen kOpobalsamum) ausder Staude geschäftlich betrieben wurde und ein Handelsartikel war. Die Araberhatten nämlich kein besonderes Wort für Balsam, sie nennen ihn entwederden „Vater des Riechens" oder Der letzte Name ist offenbar
erst ans gebildet, wie das nenhebräische aus Opodulsumou.
Woher kommt aber das Wort Balsamon? Offenbar ist das Wort aus„Wohlgeruch" entstanden mit eingefügtem L-Laut, mors urumaioo, alsocnLl-2, und dieses so gebildete Wort ist erst durch das Medium der Griechen oderRömer den Arabern zugekommen. Dagegen hat die hebräische Sprache dafürein Urwort 0122. Auch das Wort oder ^12 spricht für das hebräische Ur-eigenthum des Balsams. Es stammt, wie die Etymologen annehmen, wahr-scheinlich aus der alten semitischen Wurzel ^12, d. h. „Blutfluß machenGraetz, Geschichte der Juden. I. ZO