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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

Zeit fand sich kein Balsam diesseits, nicht einmal in Jericho, sondern lediglichin Gilead (wie nicht blos ans den 2 Stellen in Jeremia hervorgeht, 8,22; 46,11),

sondern auch aus Genesis (37,25), 1^21.rnn^riLi ir'-r-o 1^x2.

In Wahrheit konnte die Balsamstande nicht überall angepflanzt werden, weilsie nicht blos günstige Bodenverhältnisse, sondern auch einen sehr hohen Tem-peraturgrad erfordert, und diese Bedingungen fanden sich nur in den Oasenum das todte Meer vereinigt. Der Balsam wurde nur gewonnen in Engedi,Zoar und in Bethramtha. Der von Engeddi oder Engadi galt zur ZeitGalen's als der beste, und man nannte ihn schlechthin den Engadenischen (äs^.ntiäotis I, p. 427): 47« 47 roi-roTroi-, TrXeraro-- x«l

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von Engedi war also am günstigsten für das Gedeihen des Balsams. SollteSalomo oder einer seiner Zeitgenossen gewußt haben, daß die Gegend des todtenMeeres günstig für das Wnchsthum der Balsamstaude oder für die Gewinnungder Balsamtropfen ist? Dann hätte er ihn in Engedi anpflanzen lasten sollen,und doch fand sich, wie schon angegeben, zur biblischen Zeit Balsam weder inEngedi, noch in Jericho, sondern lediglich in Gilead. Aber in welchemTheil von Gilead? Diesen Punkt haben sich die Archäologen nicht klargemacht.

Auf den Spitzen oder an den Lehnen des Gileadgebirges kann die Staudenicht gewachsen sein, weil dort die normale Temperatur nicht hoch genug ist.Es kann also nur Bethramtha gewesen sein, wo der Balsam thatsächlich vor-gekommen ist. Der Talmud hat eine wichtige Notiz erhalten (Trakt. Sabbatbabpl., p. 26a): zi-ovisx n-pH? ....

(r^-on n-.ch.Das sind die Sammler des Balsams von Engedi bis Ramtha(oder Beth-Ramtha)." Dieser Ort ist identisch mit dem biblischen !-^oder'^n und wurde in der nachexilischen Zeit von Herodes Antipas zuEhren von Augustus' Frau Livias genannt (Eusebius, Onomastieon. Imxaräe,P.234). . . . raä<pA« «brh 4k karlr- 7/ >-ör-

Was im Eusebianischen Text fehlt, läßt sich aus Hieronymus' Ueber-setzung d. St. ergänzen (idiä. p. 103): Lstliaram, eivitas tribus KaäsuxtaOoräansm, guas a 8^ris äioitur Lstbramtba st ab Ilsrocls in bonorsm^.uAusti I,Ibias voZnominata sst. Dieser Ort hatte also verschiedene Namen,Betharam, Betharan, aramäisch Bethramtha, später Livias und auchJulias; unter diesem Namen kommt er bei Josephus vor. Die Ruinen dieserLocalität hat man aufgefunden; sie werden von den Eingebornen er-Ramehgenannt und liegen etwa eine Stunde östlich vom Jordan, nördlich vom todtenMeer und südlich vom Dorfe Kefere'in. Betharam oder Bethramtha gehörtealso zu Gilead.

Warum hat Herodes Antipas das ihm zugefallene Bethramtha befestigtund ihm überhaupt Wichtigkeit gegeben? Aus keinem anderen Grunde, als weilder Balsam hier gesammelt wurde und ein einträgliches Produkt abgab. Beth-ramtha oder Livias war auch noch zur Zeit der Concilien ein Bischofssitz undzwar nur aus dem Grunde, weil es besondere Bedeutung hatte, und diese Be-