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Geschichte der Juden.
1871. Die Andere: ckorusalsm, tlis oit^ okUoroä ancl Lalackiu b^IVnltoruuck II. II. ? aI IN 6 r 1871, und die dritte: Onr vork in l'alostino, boivA NUaooount ol tlrs ckiti'oront sxpockitions sout out to tlw Iiolz^ lUanck tboOomittoo ok Val68tiu6-Ilxploration-I?uncl siuos 1865, London 1873.
Der Streitpunkt zwischen Katholiken und Protestanten über die Lage derGrabeskirche in Jerusalem trägt noch mehr zur Verdunkelung bei. Steht dieGrabeskirche wirklich über Jesu Grab, so muß dieser Stadttheil, der jetzt imWesten fast in der Mitte der Stadt liegt, früher außerhalb der Mauern gelegenhaben, folglich kann der Haramsplatz nicht identisch mit dem Morija sein.Der Moscheenplatz ist also streitig und kann nicht als Ausgangspunkt genommenwerden. Auch sonst läßt das gegenwärtige Jerusalem wenig von dem ursprüng-lichen Plane erkennen. Es ist alles verbaut, die Höhen sind abgetragen, dieThäler ausgefüllt. Wenn man nicht von sicheren Punkten ausgeht, kann sichder Streit bis in die Ewigkeit hinziehen. Sicher ist nur der Oelberg im Osten,ferner das Kidronthal, zwischen diesem und der Stadt, und endlich die Lagedes Berges Zion im Südwesten, der noch jetzt die Stadt überragt. Sonst istAlles zweifelhaft, wenn man nicht die ursprüngliche Lage einiger Stadttheileaus sicheren Ausgangspunkten ermitteln kann.
Sicher ist nächst dem Zionshügel die Quelle Silva ln^w) im Südost-winkel des Kidronthales. Sicher ist ferner das, was aus Josephus' Beschreibungvon der Position Jerusalems zu seiner Zeit für die Lage der ältesten Zeitfolgt. Denn wenn seine Angaben sonst auch nicht ganz zuverlässig sind, sokann doch die Richtigkeit seiner Beschreibung Jerusalems, worin er geborenund erzogen war und lange gelebt hat, nicht angezweifelt werden. Freilichmüssen seine Benennungen geprüft und mit anderweitig bekannten Notizenverglichen werden. Seine Beschreibung lautet ijüd. Krieg V, 4, 1>: Jerusalemist erbaut auf zwei einander zugekehrten Hügeln <-.»</>-»), welche durch eineSchlucht-oder Thal von einander getrennt sind. An dieses Thalgrenzen die Häuser einander gegenüber lauf beiden Seiten). Der eine dieserHügel umfaßt die Oberstadt Trölrx), die um vieles höher und lang-
gestreckter als der andere Hügel ist. Unter David hieß er die Burgvon uns wird er der obere Markt genannt l^ Der andere, Akra
genannt, bildet die Unterstadt lv --«ra, Trö-.-x), ist halbmondförmig oder aufbeiden Seiten abschüssig iä^txvnroc). Diesem zweiten gegenüberwar ein dritter Hügel, von Natur niedriger als die Akra und früher durcheine tiefe Schlucht getrennt. Die Hasmonäer haben aber, da sie die Stadtmit dem Tempel verbinden wollten, die Schlucht zugeschüttet und die Höheder Akra niedriger gemacht, damit der Tempel darüber hinweg sichtbar werde.Dieses sogenannte Käsemacher-Thal oder die Schluchtwelche die Oberstadt von der Unterstadt trennt, reicht bis Silva. Imfolgenden Kapitel spricht Josephus noch von einem Platz l/<öi?oc), Ophla ge-nannt, welcher im Süden an den Tempel stieß. Dieselbe Beschaffenheit, wiezu Josephus' Zeit, muß Jerusalem auch zu David's Zeit gehabt haben, nämlichdrei Hügel und die Fortsetzung des dritten, die Ophla.