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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

Juda und Simeon bereits im Besitze des Landes gewesen. Wären die Keniternicht dabei genannt, so könnte man annehmen, daß die beiden Stämme vomNorden aus, von Hebron nach Arad und Zephat-Harma gezogen wären,und zwar um auch dieses Territorium zu erobern; allein zusammen mit denKeniten und von Zoar, von Süden aus, können sie ja unmöglich nach demEinzug eingedrungeu sein. Das Faktum ist durchaus historisch, da es andrei verschiedenen Stellen erzählt wird, nur in Richter umständlicher undindividueller. Es ist also nur denkbar, wenn die Stämme im Vereinemit den Keniten von Süden aus theils vom Südende des todten Meeresund theils von Kadesch aus in das Land Kanaan eiWedrungen sind, zuerstNegeb-Arad besetzt und dann, weiter vordringend, auch Zephat-Harma ein-genommen haben. Dieser Zug muß also vor dem Uebergang über denJordan und der Einnahme des Landes Kanaan stattgefunden haben, undzwar, wie in Numeri angegeben ist, im vierzigsten Jahre der Wüstenwan-derung. Die Relation in Richter ist als Plusquamperfectum aufzufassen. DieKeniter waren mit Juda luud Simeons aus der Palmenstadt Zoar nachArad gezogen. Juda und Simeon hatten die kanaanitischen Bewohnervon Zephat geschlagen, die Stadt Harma genannt und so das Land in Besitzgenommen.

Durch diese Ermittelung der Zeit dieses Ereignisses stellt sich eine neueThatsache heraus, daß nämlich ein Theil der Israeliten, speciell derStamm Juda und Simeon oder ein Theil derselben in Verbin-dung mit den Keniten im vierzigsten Jahre der Wüstenwanderung in denSüden des Landes Kanaan eingedrungen sind. Verbinden wirnämlich beide Relationen von Numeri und Richter und dazu sind wir be-rechtigt so scheint der Vorgang folgendermaßen gewesen zu sein. NachdemEdom den Gesammt-Jsraeliten den Durchzug durch sein Land von Kadesch ausverweigert hatte, wendeten sie sich im vierzigsten Jahre von dieser Stadt aussüdlich und gelangten zum Berge Hör (bei Petras, nach Numeri 20, 1422, umdie ganze Araba südlich zu durchziehen und von Eziou-Gebor aus die östlicheStraße einzuschlageu. Ein Theil des Stammes Juda und mit ihm Simeon der Wanderungen müde wollten von Kadesch aus den Durchzug in demSüden von Kanaan erzwingen, gerade wie es ein Theil der Israeliten imzweiten Wanderjahr versucht haben Mumeri 14, 40 fg.s. Sie trennten sichalso von den übrigen Stämmen. Während diese südwärts zogen, zogen jenenordwärts. Sie hatten sich mit den Keniten von Zoar verbunden. Diese dreiStämme zogen den Weg der Karawanen, -sii st, der noch heute von Petra

st Numeri 21, 1 kann n nur bedeutenWeg der Karawanen", d. h. der von

den Karawanen in der Regel eingeschlagcn wird, gleich find eben Karawanen ,

vcrgl. Königei, 1», 1 ä cw-nvin iBttt, Männer derKarawancnzügc, welche große Streckenzurücklegcn, im Gegensatz von invra idas.i, Kleinhändler, die von Ort zu Ort ziehen.

ist dasselbe, was im Arabischen ni^' 2 , im Nenhebr. ni'v ist, nämlich Karawane. ImNenhebr.'hat sich noch erhalten, der Karawanenführer. Ja, das Verbum "NN undzwar in Verbindung mit tvre hat zur Grundbedeutung, das Land durchziehen; diese

Bedeutung liegt auch dem Arabischen vttti, ->i!v zu Grunde, nmhcrstreifen. In Numeri3 3, 4 v ist dieselbe Erzählung eingeleitet, und der Schluß fehlt.