Keni. Es paßt dann darauf im darauffolgenden V.: N22122 22X-, da Harmaentschieden äußerst südlich gelegen hat. — Nebenher sei noch bemerkt, daß inEhr. II, 20,16 statt hx -122 nun-- vielleicht zu lesen sein dürfte: 2222,
nämlich identisch mit ^rx 2 N 2 -n 2 ;:.
Indessen wird es stets schwer halten, die verschiedenen Territorien desNegeb genau abzugrenzen, man muß sich schon mit relativen Ermittelungenbegnügen. Um die relative Lage wenigstens zu sichern, muß man von 2::ausgehen. Die Keni oder Jitri waren mit den Jsmaeliten befreundet undwohnten unter ihnen und zwar unter den Jehudüern. Zwei Schriftstellen deutendie Lage ihres Territoriums an, die eine (Numeri 24, 21>; daß es in einerhohenGebirgsgegend gelegen hat: - 722^2 -,r- 2 x 22 x^ 1 . . ^:-pn r-x x -21"i-v 2 2 ^ 21 , und die andere, daß sie Nachbarn der Amalekiter waren(Samnell,15,6,: 22^1 . .. -ps-22 -z-22 112 122 .. :x ^ 1 x 2 -2X-1
pi-22 -zi22. Auch der Ausdruck 122 „steigt hinab" spricht dafür, daß sie aufHöhen wohnten. Dieses Hochland der Keniter kann nicht an den Bergwändendes todten Meeres gewesen sein, weil diese unfruchtbar und unbewohnbar sind,und weil die Amalekiter mehr westlich in der Gegend des Berges Paran, in derNähe von Kadesch-Barnea gehaust haben (o. S. 398,'. Die Amalekiter grenztenan das westliche Tih oder an 212 -222, nahe an Wady el-Arisch (2-2x2Folglich müssen die Keniter im Hochlande des Magrah, vielleicht im Gebirgeder Azazimeh ihr Territorium gehabt haben. Abdah, das Aboda auf derPeutinger'schen Tafel, mag ihr Hauptort gewesen sein. Diese Gegend liegt sehr-hoch, 300—400 Fuß über den hohen Thülern.
Zur näheren Orientirung gehört noch die Ermittelung der ungefähren Lagevon 2SX und N22N. Palmer glaubt Spuren derselben gefunden zu haben.Er fand nämlich Ruinen einer Stadt Sebaita auf einer Höhe, welche Magrahes-Sebaita genannt wird, zwischen der Stadt el-Augeh westlich und Abdehöstlich. Er beschreibt sie (Hasset ok Ilxoäus 13, 374 fg.s folgendermaßen: „DieRuinen bestehen aus einer Stadt von 200 Jards lang und beinahe eben sobreit. Die Gegend ringsumher ist fruchtbar und zeigt Spuren von Obst- undWeingärten. Auch die Ruine eines hohen Thurmes ist zu sehen, aus mächtigenSteinblöcken erbaut, sowie Ueberbleibsel von Kirchen". Palmers Buch veranschau-licht die Ruinen durch Abbildungen. Er identifieirt Sebaita mit nsx. Fürdie Bedeutung dieser Stadt citirt er ein arabisches Sprichwort: „es giebt nichtsGrößeres als el-Augeh und el-Abdeh, aber Esbaita ist größer als beide."Um die Identität zu erhärten, zieht Palmer noch die hohe Festung el-Mesch-rifeh unweit Sebaita heran, welche die ganze Gegend beherrscht, diese Festungsei eigentlich nsx gewesen, welches, gleich N 2 X 2 , a watoli-torvsr, ein Wacht-thurm bedeute, el-Meschrifeh entspreche diesem in Lage uud Wortbedeutung. Ueber-zeugend ist zwar dies Alles keineswegs. Aber es spricht dafür, wenn die Iden-tität von Kadesch-Barnea mit Ain-Gadisch richtig ist (o. S. 396), daß die Israe-liten, von Kadesch weiter nördlich hinaufziehend, von den Amalekitern undKanaanitern bei Harma, d. h. Zephat geschlagen wurden (Numeri 14, 45).Nun beträgt die Strecke von Ain-Gadisch bis Sebaita in gerader Linie etwa10 Stunden Wegs. Folglich kann Zephat-Harma mit Sebaita identisch sein.
Graetz, Geschichte der Juden. I. 28