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Geschichte der Juden.
Zusammenhang von Kap. 10. Die Siege über die Aramäer werden alsNachtrag hier vervollständigt (V. 15-19), weil sie früher >8, 3—10), nur umeines anderen Zweckes willen erwähnt waren. — Dieselbe Ordnungslosigkeitherrscht auch in der Geschichte Salomo's, weil der Darsteller nicht den Zusammen-hang der Begebenheiten, sondern ihren belehrenden Inhalt hervorheben wollte.Auch die Reihenfolge der Kriege Saul's ist aus didaktischem Grunde in unchro-nologischer Ordnung erzählt <o. S- 172 Anmerk.).
Kommen wir wieder aus die Erzählung von David's erster Bekanntschaft mitSaul zurück. Sie ist aus einem Gusse geflossen, wenn auch nicht pragmatisch undchronologisch referirt. Ein Widerspruch findet sich keineswegs darin, und auchdie scheinbare Wiederholung ist gerechtfertigt. Zwei Punkte müssen nochbeleuchtet werden, woran die Kritiker Anstoß genommen haben. 1. In Kap.17, 12—14 werden David's Pater und Brüder dem Leser so vorgeführt, alswenn von ihnen noch nicht die Rede gewesen wäre, während schon früher>16,5—10) von ihnen gesprochen war. Diese Partie ließ die griechische Versionals widersprechend weg. Ewald begründet damit seine zwei Quellen-Theorie-Allein auch dabei hat er die Methode des prophetischen Erzählers verkannt.Früher war von Jsat und seinen Söhnen nur gelegentlich die Rede, daßder Vater sie nach und nach Samuel vorgeführt, dieser aber an den älterenkeinen Gefallen gefunden habe. Da aber David eine der wichtigen Persönlich-keiten in der israelitischen Geschichte ist, so hielt es der Erzähler der BiographieDavid's für nöthig, David's Abstammung nicht blos gelegentlich, sonderngründlich zu erzählen. Daher führt er die Genealogie noch einmal ab ovoauf l17,12 fg.); er will hier noch hinzufügen, daß der Stammvater Jsa't auseiner vornehmen Familie stammte daß er zwar an dem Kriege nicht
Theil genommen, aber nur, weil er schon alt war, xn), daß er aber seine
drei ältesten Söhne zum Kriege gesandt hat. Eine solche Wiederholung derAbstammung bedeutender Persönlichkeiten, auch wenn sie schon anderweitigbekannt ist,-kommt auch in der Relation von Mose vor. Exodus Kap. 2 istMose's Abstammung angegeben, im Verlauf ist erzählt, daß er einen BruderAhron hatte. Nichts desto weniger wird da, wo Mose's und Ahron's Wirksamkeitins rechte Licht gesetzt werden soll, ihre Genealogie wiederholt und ausführlichgegeben !6, 20—26); um ihrentwillen wird auch die Familie Levi's aus-einandergesetzt (das. 16—19). An der Wiederholung der Abstammung David'sbraucht man also keinen Anstoß zu nehmen, und man ist nicht berechtigt) Folge-rungen daraus zu ziehen. Nur der Schluß-Halbvers in 17, 14 scheint über--flüssig, da dasselbe schon Vers 13 <nuch in der syrischen Uebersetzung) gesagt ist.
2: Mehr Schwierigkeit macht Vers 17,15. Hier wird geradezu erzählt, eheder Goliatzweikampf angeführt wird, daß David ab und zu von Saulin sein Vaterhaus zurückgekehrt sei, um die Heerden seines Vaters zuweiden. Folglich war David schon vorher mit Saul bekannt, folglich sind dieRelationen darüber verschieden. Allein man muß sich doch fragen, wozu wirddieser Umstand überhaupt hervorgehoben? An sich ist es doch ein gleichgültigesMoment, daß David öfter von Saul's Hof in sein Vaterhaus zurückgekehrt sei.Liest man dafür: l-dtisw -si-n so ist auch dieset Punkt in