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Geschichte der Juden.
erzühlung beachten, ohne welches ihre Art stets verkannt werden muß. Sieerzählt nicht in strenggeschlossencr Geschichtsmanier, um die Thatsachen, ihreUrsachen und ihre, Folgen gewissermaßen zu dramatisiren, sondern sie erzähltnur, um zu belehren. Ihr Hauptaugenmerk ist auf den didaktischenZweck gerichtet. Die chronologische Aufeinanderfolge der Begebenheit istihr ein untergeordnetes Moment. Sie hat Aehnlichkeit mit Herodots historischerDarstellungsweise, durch die Gruppirung der Thatsachen gewisse didaktischeWahrheiten einzuprägen.
Die verschiedenen israelitischen Historiker (wahrscheinlich aus dem Kreisder Prophetenjünger hervorgegangen, welche aus Liede.rn und Ueberlieferungendie Begebenheiten erzählten) haben nur das in den Vordergrund gestellt, wasihnen als das Wichtigste erschien. In der Jugendgeschichte David'serschien ihnen ganz besonders wichtig, daß der Geist Gottes 'n nii, in Folgeder Salbung auf ihn gekommen war/und welche Wirkung dieser Geist auf ihnhervorgebracht hat. Als Gegensatz wird die Thatsache gegenübergestellt, daßGottes Geist von Saul gewichen sei, und der böse Geist ihn erschreckt habe(16, 14—15). Dadurch ist schon im Anfang der späteren Erzählung vorge-griffen, oder die chronologische Reihenfolge ist unterbrochen. Die Wirkungendes göttlichen Geistes auf David werden V. 18 erzählt: .... irixi
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Schon aus dieser Schilderung erkennt man, daß der Erzähler hier vor-greift; denn er hat doch schwerlich David als muthigen Krieger schildern wollen,ehe er ihn noch gegen Goliat auftreten läßt! Aber dem Erzähler liegt daranhervorzuheben, daß der göttliche Geist David zum Saitenspiel und zumverwegenen Muthe geweckt hat; zum Vorschein ist es aber erstspäter gekommen. Also die Berufung David's an Saul's Hof ist nichtetwa vor dem Kampfe mit Goliat erfolgt, weil sie früher erzählt wird. Sieist vielmehr erst später nach dem Kriege bei Ephes-Dammim erfolgt. Vor demZweikampfe wußte Saul von ^ David gar nichts, er ließ sich ihn erst nachdessen Sieg vorstellen <17, 55—58). Bei dieser Gelegenheit wird auch der Ur-sprung der Freundschaft zwischen Jonathan und David mitgetheilt <18, 1).Der folgende Vers, daß Saul David nicht mehr in's Vaterhaus zurückkehrenließ, knüpft wieder an 16, 23 an und fährt dann fort, wie der göttliche Geistihn nicht blos zum Sänger und Dichter, sondern auch zum Krieger ge-macht hat. David war in allen Kriegen, wohin ihn Saul sandte, glücklich, sodaß ihn Saul zum Hauptmann seiner Leibwache <in 22 w« ^>2 (iw) iv)gemacht hat (18,5), während er früher nur sein Waffenträger war (16, 21).Daran knüpft der Erzähler Beginns und Verlauf des Confliktes zwischenSaul und David.
1) Der Beginn des Confliktes zwischen Saul und David wird von Allen schief aufgefasjt.Ans Sam. lS, s . !N1'12N1... 2'B1!N I11XU.11 'iiDioin .IX 2121» N1N 2122 2X122 N-N1
Vidriv N277, hat man herausgelesen, daß der Confliktbald nach David's Sieg über Goliat begonnen habe, indem Saul eifersüchtig gewor-den sei. Allein das paßt nicht zum vorhergehenden Vers, welcher erzählt, Saul habe David überdie Kriegsleute gesetzt, „und dieser sei überall glücklich gewesen". Darauf bezieht sich: ''N'nals sie. die Krieger, welche David befehligte, heimkehrtcn, und die Krauen bei seiner