Note 8.
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marisch über sie. Wenn es noch eines Beweises bedürfte, daß auch dieseRichter kriegerisch gewirkt haben, so würde ihn Jatr liefern. Denn es kannnicht zweifelhaft sein, daß Jatr der Gileadite, d. h. der Manassite(Richter 10, 4) mit dem in Numeri (82, 41) und in Deuteronom. (3,14) genanntenidentisch ist. Und aus diesen Stellen folgt, daß Jatr Baschan oder das Terri-torium Argob, die nin, erobert hat. Baschan ist das Gebirge und dieGegend, welche sich östlich vom Gebirge Gilead abzweigt und bis zum Haur anreicht, vergl. Note 12. — In der Richterstelle wird die Zahl der auf
30 angegeben, dagegen in Deuteronom. <3, 4) auf 60 und ebenso in Könige(II, 4, 13). Man müßte also auch in Richter lesen: Lni-
n->n. Die Zahlveränderung entstand aus dem vorangehenden Die
Chronik, welche bereits beide Zahlvarianten kannte, sucht sie auszugleichen(I, 2, 22—23). Sie hat überhaupt das Factum anders dargestellt. Sie ver-wechselt mit läßt auch n:p, d. h. von Jatr er-
obern, im Widerspruch mit Numeri <32, 42) und läßt die nin denGeschuri und Maachathi (n-r-'-o v^x) entreißen, im Widerspruch mitDeuteronom. (3, 14), wo angegeben ist, daß das Gebiet Argob bis zu demGeschuri und Maachathi reichte. — Jedenfalls geht aus diesen Stellenhervor, daß Jatr der Gileadite ein kriegerischer Richter war.
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David's Berufung au Saul's Hof und fein Verhältnis; zu Samuel.
Ewald hat die Manier eingesührt, in fast sämmtlichen Relationen derisraelitischen Geschichte von der Genesis an bis zu Ende der Königsbücher min-destens zwei Quellen zu erblicken, eine ältere und eine jüngere, welche dieFacta von einem verschiedenen Gesichtspunkte aus dargestellt und überlieferthätten. Diese Manier hat sich aber selbst dadurch gerichtet, daß sie zumNothbehelf öfter genöthigt ist, in der. jüngeren Relation Ueberbleibsel derälteren anzunehmen. Es lohnt sich nicht diese Methode der Quellenkritikzu widerlegen. Einige Mal bieten indeß die Relationen den Schein, als wennsie aus zwei verschiedenen Nachrichten subsumirt worden wären. So ganzbesonders die Erzählung von Saul's erster Bekanntschaft mit David (Sam.I, 16—18). Sie erscheint voller Widersprüche. Zuerst wird erzählt: Davidsei an Saul's Hof berufen worden und habe da Saul's Schwermut!, durchSaitenspiel geheilt, und später, in der Geschichte von David's Sieg über Goliatwird erzählt: Saul habe David früher gar nicht gekannt. Dieser Widerspruchschien dem griechischen llebersetzer so grell, daß er die letztere Erzählung (17,55—58 und 18, 1-5) ganz wegließ (und ebenso 17, 12—31). Erst einspäterer Interpret hat die Stücke nachgetragen. Die Exegeten helfen sich durchmit der Annahme von späteren Interpolationen, von verschiedenen Quellen.(Vergl. darüber Winer bibl. Reallexicon s. v. David). Der Widerspruch istaber nur Schein. Man muß die Eigenthümlichkeit der biblischen Geschichts-