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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

so haben I^XX rä,- statt 'N2. Die chronologische Reihenfolge ist

auch hier nicht beachtet, und darum braucht es auch nicht aufzustoßen, wenn imDebora-Liede Othniel nach Schamgar genannt wird. Diese vier genanntenRichter Gideon oder Jerubaal, Barak, Jephtah und Simson galten alsdie bedeutendsten, darum sind sie hier besonders hervorgehoben. Simson, dendie unbesonnene Kritik gerne in Sagengas verflüchtigen lasten möchte, ist vanzwei Seiten als Factum erhärtet. Abimelech und sein Tod sind ebenfalls beur-kundet durch Sam. II, 11, 21. Aber auch Ehud's Kampf ist anderweitig bezeugt.

Zur Beurkundung der im Richterbuche erzählten Vorgänge ist es nöthig,die Feinde kennen zu lernen, gegen welche die Richter zu.kämpfen hatten. InSamuel <11, 12, 9) werden deren Feinde namhaft gemacht; nämlich der KönigJabin von Chazor, die Philister und Moab. In Richter <10,1112) wer-den, gelegentlich der Wehklagen der Israeliten wegen Bedrückung von Seitender Philister und Ammoniter, die Völker aufgezühlt, welche früher Israel be-drängt haben: zi-or insxn ^21 2^2-22 xi-n.

rn-.? L2^x nr-'w'xi c::^x 12ns- s-iwx) -,'"-21 Emori ist hier nicht an der

Stelle. Die spr. Version hat dafür x^2X^, also 2x12, und für haben I-XXI/ttüls-u --- ^n-2. Das waren also die Völkerschaften, gegen welche die Richter zukämpfen hatten. 1. Moab, zweimal bezeugt, also dadurch ist auch Ehud bezeugt,2. Philister-Schamgar. 3. Amalek und Midjan d. h. Gideon. 4. Sido-nier, wahrscheinlich identisch mit Jabin von Chazor, also Barak, ö. Ammo-niter, vielleicht im Bündniß mit Moabitern. Denn selbstständig bekriegtendiese erst die jenseitigen Stämme zu Jephtah's Zeit. Thatsachen und Personensind also auch von anderen Seiten bezeugt. Selbst die Zahlen der Lebensdauerder Richter und der Pausen zwischen einem und dem andern und der Zeit derBedrückung dürften nicht gar so abenteuerlich sein, wenn man die 40 und 80als runde Zahlen für einen längeren Zeitraum ansieht wie bei David'sLebensdauer 40 statt 4(Ü/z und die Gleichzeitigkeit einiger Richter für ver-schiedene Stämme berücksichtigt werden. So fallen Jephtah und Simson soziemlich in eine und dieselbe Zeit, d. h. die Bedrückung seitens der Ammo-niter gegen die jenseitigen Stämme und seitens der Philister zunächst gegenDan und Juda. Diese Gleichzeitigkeit ist im Richterbuche selbst angedeutet<10, 7): z»-22 Beide Völkerschaften haben ihre

Feindseligkeit noch später fortgesetzt, die Philister nach Simson's Tod unter Eli undSamuel; erst Saul hat sie zu Paaren getrieben, und die Ammoniter wurdenebenfalls erst unter diesem König gedcmüthigt.

Beachtet man die Feinde, gegen welche die Richter zu kämpfen hatten, sogewinnt man ein kritisches Resultat.

Unter den feindlichen Völkern, welche in den anderweitigen Quellen nam-haft gemacht werden, figurirt nix durchaus nicht. Die Aramüer greifen erstin die israelitische Geschichte zur Zeit David's und dann nach der Reichs-spaltung ein. Um so weniger ist von vornherein anzunehmen, daß die Stämmeunter den Richtern von den Aramäern der Euphratgegend aus bedrücktworden wären. Und doch soll ein König von Mesopotamien die Israeliten18 Jahre bedrückt haben! Michter 3, 811). Das kann unmöglich mit rechten