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Geschichte der Juden.
er kehrte jedesmal nach Rama zurück, „denn dort mar sein Haus und dortrichtete er Israel und baute einen Altar für den Herrn". An eine Vorbe-reitung zu einem Kriegszuge ist dabei nicht zu denken. Indessen ist das Richter-amt Samuel's dadurch noch nicht erwiesen. Im 12 . Kapitel wird erzählt, Sa-muel habe wieder das Volk zusammenberufeu, und es zuerst zum Ablegen desZeugnisses für seine Uneigennützigkcit aufgefordert und dann es angeredet:'>i rripnx l-2 2X 'n 222-x N222:xi Es kann unmöglich aus-
sagen: „ich will euch richten", denn es lag keine Streitsache zur Entscheidungvor. Im Verlaufe der Rede ergiebt sich, daß Samuel dem Volke seine Sünd-haftigkeit vorgehalten und es zur Besserung ermahnt hat. N2L2.-X1 kann alsohier nur bedeuten, „richten," im Sinne von „zu Rede stellen, tadelnund ermahnen " lwieEzech. 20 , 4 ; 22 , 2 ; 23 , 36 ). Das Hauptbestreben Samuel'sging dahin, das Volk vom Götzenthum abzubriugen und es stets an die Gnaden-waltung des Gottes Jsrael's für sein Volk zu erinnern lSam. I, 7 , 3 — 4 ; 12 ,20 — 21 ). In demselben Sinne ist auch das 2L2: der Rundreise zu erklären.Er bereiste die drei Städte, berief die Nahwohnenden zusammen, tadelte undermahnte sie, vom Götzenthum zu lasten. Dauernd that er dasselbe in Rama,wo er einen Altar erbaut hatte, und wohin von Zeit zu Zeit Opferer zukommen pflegten, wie früher in Schilo.
Nur aus der einzigen Relation, daß Samuel im Alter seine Söhne zuRichtern eingesetzt, und daß sie Bestechung nahmen 18 , 1 — 3 ), ist zu ent-nehmen, daß Samuel auch das Richteramt ausgeübt hat. Aber daraus kanndurchaus nicht gefolgert werden, daß sämmtliche Richter diese Funktion hatten,oder daß sie ein integrirender Theil ihrer Stellung gewesen ist. Samuelgenoß ein hohes, fast königliches Ansehen im Volke, wie keiner seiner Vorgänger,und zwar mehr wegen seiner prophetischen Thätigkeit. Er nahm eine Aus-nahmestellung ein; er allein mar wohl auch Richter und hatte wohl die Be-rechtigung, Richter einzusetzen. Kurz die Benennung „Richter" für die patrio-tischen und heldenhaften Männer, welche mehrere Jahrhunderte hindurch dasVolksthum und selbst das Dasein der Israeliten gerettet haben, ist durchausunrichtig und hat zum Jrrthume geführt. Der griechische Vertent war derUrheber des Jrrthums.
Ueber Namen der einzelnen sogenannten Richter'haben wir außer derGrundquelle, dem Richterbuche, noch anderweitige Quellen, deren Angaben be-achtet werden müssen. Dadurch wird nicht blos das Faktum bestätigt, sondernauch die Bedeutung der Einzelnen markirt. Von den Richtern im Allgemeinenspricht die Rede Nathan's an David bezüglich des intendirten Tempelbauesim Namen Gottes lSam. II, 7 , 7 ): ,22:x l-x22:r ^22: nnx nx ^^222 222N^22 rix Die Parallelst. 'Chronik 1 , 17 , 6 ) hatdafür ^222! inx
was einen besseren Sinn giebt. Ist dem so, so ist auch im Segen Jakob'slGenesis 49 , 16 ): l-xnv."' ^22: ^nxv 122 ^21 z-, das Wort zu verstehen gleich222:, und der Sinn ist: „Dan wird sich seines Volkes annehmen wie einer derübrigen Richter Jsrael's," d. h. Dan wird den übrigen Stämmen nicht nachstehen,auch er wird sein Volk erretten. In den folgenden Versen ist angegeben, aufwelche Weise Dan Hilfe bringen wird: er wird den Feind wie eine Schlange