Note 7.
407
stets verbundene Plethi — -ns-s kann daher unmöglich Philister mit ausgestoßenemSch-Laute sein, wie Ewald behauptet. Denn Philister hat David schwerlichin Sold genommen. Jtha't aus Gath mit seinen 600 Mann hat sich von selbstDavid angeschlossen und sich dem israelitischen Volk einverleibt, wie ausSam. II. 15, 18—19 hervorgeht.
7.
Die sogenannten Kichtcr, ihre Lrdentnng nnd ihre Zahl.
Man hat die israelitischen Schosetim mit den karthagischen Sufetenverglichen und man thut es noch immer, obwohl bei tieferer Betrachtung sieweiter nichts als den Namen mit einander gemein haben. Die Sufeten, soweit wirsie aus der Schilderung ihrer Gegner, der Römer, kennen, waren die höchstenWürdenträger des punischen Staates gleich den Consuln in Rom: Lutstes gnoclvslut oonsnlars Impsrinin npncl sos (Uosnos) orat, und Lutstes gui suiu-wus ?osnIs sst luag-istratus. Sie fungirten lebenslänglich, hatten Nachfolger,die einander ablösten, hatten obrigkeitliche Gewalt über das ganze Gemeinwesennnd jeden Einzelnen. Ganz anders die Schosetim. Sie hatten keine officielleMacht, oder nur in soweit, als das Volk sie ihnen übertrug, herrschten höchstensüber einen Brnchtheil des Volkes, namentlich des Stammes, aus dessen Mittesie hervorgegangen waren, hatte keine continuirende Nachfolge; denn sobald einSchosst gestorben war, trat gewissermaßen eine Vakanz ein, bis zufällig nacheinigen, manchmal erst vierzig oder achtzig Jahren wieder ein Schofet auftauchte.Allenfalls hat Jephtah's Stellung einige Aehnlichkeit mit der eines Sufeten.Denn er hatte sich als Lohn seiner Hilfleistungen die Oberhoheit bedungen.Aber auch dabei springt die Unähnlichkeit in die Augen. Er verlangte keines-weges von seinen Mitbürgern als lebenslänglicher Schofet anerkannt zuwerden, sondern als Oberhaupt und Herrscher Mchter 11, 8—11) n->nxur's-2 122 '' uixi? nnd dann inix
Das Wort vsu: ist dabei gar nicht angewendet, weil es keinerlei magistratlicheBedeutung involvirt. Das Verhältnis ist folgendermaßen zu denken. JederStamm wurde von „Nettesten" geleitet, und da doch bei der Vielköpfig-keit Einer den Ausschlag geben mußte, so stand der vornehmste Saken an derSpitze; er war u:x-> und s^up, Oberhaupt und Herrscher, die übrigenSekenim hatten nur berathende Stimmen. Jephtah stellte daher an die Gilea-diten die Forderung, daß er als erster Saken anerkannt werden möge, und inder Noth haben ihm die vornehmen Familienhäupter dieses Vorrecht eingeräumt.Man beachte wohl den Umstand, daß ihm diese Gewalt erst übertragen werdenmußte, und daß er nur über die Gileaditen herrschte. Den übrigenStämmen gegenüber war seine Stellung bedeutungslos. Ein ähnliches Beispielgiebt die Geschichte des Hauses Gideon an die Hand. Es wird vorausgesetzt,daß nach dem Tode ihres Vaters seine 70 Söhne herrschen werden (das. 9,2),d. h. sie werden die Gewalt an sich reißen in Folge der eingerüumten Macht,