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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

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Abstammung der Philister.

In der Alterthumsforschung muh man darauf gefaßt seiu, sonnenklareDinge angefochten zu sehen, und in die Nothwendigkeit gesetzt zu werden, sieimmer wieder beweisen zu müssen. Die Abstammung der Philister von derInsel Creta ist unzweifelhaft. Sie werden in der Bibel 'U genannt

lZephauia 2, 5, Ezech. 25, 16). Indessen auf Namenähnlichkeit kann mannicht allzuviel bauen. Es muß daher noch ein andere? Argument beigebrachtwerden. An einer biblischen Stelle wird die Abstammung der Philister vonKaphtor oder von der Insel Kaphtor angegeben oder vorausgesetzt sAmos9, 7):u^,s :2 l'^i-sti) suu:i-si; (Deuteron. 2, 23): i^s :2 suns:;

lGenesis 10, 14) l): c->u:bs ixx-> i^x suT-x: !-x-; Jeremia 47, 4):11?«2 N-'IXV s^nv^v NX 'n 11V >> 2 . Schon Calmet hat Kaphtor mitCreta identificirt; aber seine und seiner Nachfolger Beweise sind ungenügendbefunden worden. Daher kommen Einige wieder auf die Hypothese zurüL,unter Kaphtor sei Cappadocien zu verstehen is. Gesenius Thesaurus s. v. -ins:und ^nv). Ein schlagendes Argument für die Identität von Kaphtor und Cretabietet der Talmud. In Tr. Menachot p. 28 b heißt es von der Verzierungu^s: an dem Tempelleuchter, sie sei cretischen Aepfeln ähnlich gewesen:^nisn zn- 2 : - 1 ^ 1 -, p-, ns: s'.ui-s:. Cretische Aepfel sind Quitten;sie heißen griechisch oder und der Baum heißt

von der cretischen Stadt Kydonia, welche im Norden der Insel am Ein-gänge zum Vorgebirge Kyamon lag. Dort war der Ursprung der Quitten, unddarum nannten die Hebräer Quitten suus:, Kaphtor- oder Creta-Aepfel, unddie Griechen Kydonia, eben davon: Kydonia- oder Creta-Aepfel. Das Wortist also nicht eine Composition von ">22 und in:, sondern ein Eigenname. Vonder Aehnlichkeit des Säulenknaufes mit einer Quitte wird auch dieser uns:genannt (Ainos 9, 1). Damit ist die Abstammung der Philister von Cretaoder Kaphtor unwiderleglich erwiesen. Sie sind zunächst aus Kydonia ein-gewandert: daher ist Ewald's Annahme unhaltbar, daß sie ihren Namen vonder Stadt Phalasarna erhalten hätten. Uebrigens müssen noch zur Zeit, alsdie Philister bereits durch lange Ansiedelung und durch Vermischung mit deneingeborenen Rephaim und Anakim ein eigenes, von den ursprünglichen Colo-nisten oder cretischen Seeräubern verschiedenes Volk bildeten, neue Zuzügleraus Creta nach dem Küstenlande eingewandert sein. Diese müssen ihren ur-sprünglichen Namen Creter behalten, sich nicht Philister genannt und eineneigenen Landstrich im Süden von Gaza bewohnt haben. Denn es wird eindas südliche Territorium der Creter, angeführt <Samuel I. 30,14),das von Philistäa verschieden war. Von dieser Völkerschaft miethete David dieSoldtruppe der Krethi --- u»:, nicht direkt von den Philistern. Das damit

1) Das Allernatürlichste ist. das; in diesem Verse eine Inversion anzunehmen ist, die nichtselten in dem hebräischen Satzgesiige vorkommt.