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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

Auf Josephus' Angabe, daß es die höchste Spitze gewesen sei, kann man dochnicht so viel Gewicht legen, nicht mehr als auf die Legenden der Mönche,welche theils den G'ebel Musa und theils den Serbal heilig gesprochen! Palmerund seine Reisegefährten waren von dem Anblick der Kuppe Es-Sened undihrer Umgebung betroffen, und sie schien ihnen viel geeigneter für die Situationder Sinat-Scenerie (S. 255). Es-Sened liegt um einige Meilen nördlicherals G'ebel Musa. Allein die Abwesenheit jedweder Tradition Her Mönche)verbot ihnen, dem Traume nachzuhängen."

Für die Wanderungen vom Sinai-Gebirge nordwärts, um sich denGrenzen Kanaans zu nähern, hat Palmer glücklichere.Entdeckungen gemacht.Bisher war nur eine einzige Station identificirt worden, nämlich Ain-Hudherahmit Chazerot lzum ersten Male von Bnrkhardt). Hier stimmt nicht blosdie Benennung n"i 2 n arabisch, hebräisch, sondern auch die Beschaffen-

heit der Gegend, eine perennirende Quelle und ein Palmenhain. Palmerund sein Gefährte haben aber nicht blos diesen Platz genau besichtigt(Robinson war nur in der Nähe), sondern auch eine Station vorher ent-deckt, die Station,Gräber der Lust" (S. 257 fg.). Eine Tagereise

südlicher als Ain-Hudherah ist eine Erhöhung einige Meilen weit bedeckt mitStein-Einhegungen, welche Spuren eines ehemaligen Lagerplatzes und Zeichenvon Feuerstellen und Holzkohlen zeigen. Außerhalb des Lagerplatzes befindetsich eine Zahl von Steinhügeln, welche nach Gestalt und Lage nichts anders alsGräber sein können. Diesen Platz nennen die Araber Erweis el-Erbeig.Diese weite Lagerstätte mit Grabsteinhausen hält Palmer für die StationKibrat ha Taawah, und es hat auch Wahrscheinlichkeit für sich. Die arabischeLegende von dieser Localität, die Palmer auch als Hilfsargument anführt, hatindes; keine Spur von Beweiskraft: Die Steineinhegungen seien Ueberresteeiner großen Pilgerkarawane <Hagg>, welche vor sehr alter Zeit auf ihremWege nach Ain-Hudherah hier ihre Zelte aufgeschlagen und sich nachher in derWüste et-Tih verloren habe, ohne daß man je etwas von ihr gehört hätteSo erzählen die Araber. Palmer bezieht diese Sage auf den Hag'g der Israelitenvon Sinai nach Kanaan. Darauf ist nun allerdings wenig zu geben. Alleinwenn die Israeliten von dem Gebirgskamme durch die Wadys Es-Scheikh, Abu-Suweirah und Sa'al in die Ebene zu den niedrigen Hügelzügen nach Ain-Hudherah hinabgestiegen sind, so können sie eine Station auf dem GräberplatzErweis el-Erbeig gemacht haben. Vom Sinai bis zu den Gräbern der Lustbrauchten die Israeliten drei Tage Mumeri 10, 33; 11,434). Aus dieser Re-lation scheint hervorzugehen, daß dieselbe Station auch Tabera (n^r'IN) genanntwurde; in Deuteronom. 9, 22 dagegen werden diese als zwei verschiedene aufge-führt.' Die Station Ain-Hudhera-Hnzerct, wo sie mindestens sieben Tage ver-'weilten eben weil sie hier Wasser hatten ist von Palmer anschaulichergeschildert, als von seinen Vorgängern (S. 261 fg.). lieber eine Sandebene,untermischt mit ausgetretenen Sandsteinklippen, führt der Weg nach Ain-Hudherah. Es liegt in einer Tiefe, umgeben von phantastisch geformten Sandstein-wällen, die in verschiedenen Farben schimmern, in verwittertem Weiß, mattemRoth oder Violett, dann wieder in glänzendem Gelb und Scharlach, untermischt