des Gesichtskreises dieses Berges. Weder der Wady Aleyat, noch der Raumzwischen diesem und dem anderen Wady sind für Lagerstätten geeignet. DerErstere ist so voll von großen Steinwellen, und so zerrissen und durchbrochenvon den Strömen, welche von Zeit zu Zeit hindurchgestürzt sind, daß es schwerist, den Weg hindurch zu nehmen, und im ganzen Thale sind nur wenigeStellen, wo auch nur wenige Zelte aufgeschlagen werden könnten. DerZwischenraum zwischen beiden Thälern eignet sich noch weniger zum Lagerplatz."— Palmer fügt noch hinzu, daß man den Serbal von keinem Punkte aus ganzübersehen könne, man hat nur einen einseitigen Anblick davon, man kannalso nicht von ihm sagen, daß „das Volk vor dem ganzen Berge stand,während der G'ebel Musa einen Rundblick gewährt. — Palmer widerlegt nochiS. 179) mit Recht die Etymologie des Namens Serbal, die Rüdiger versuchthat, nämlich 8or-K.il „Palme des Baal", arabisch l-72 2-02 und auch dieandere ist dadurch widerlegt,welche 12 „HerrBaal" daraus macht. Wäre dieAbleitung richtig, meint P., so müßte das s l^1u> im Worte deutlich erkennbarsein; da die Araber es in der Aussprache nie verwischen. Man kann nochhinzufügen, daß 8orb, 8irb. n :->2 2^2 nicht Palme, sondern eine Menge vonPalmen und ebenso eine Menge oder Reihe von Weinstöcken bedeutet, eigent-lich! oopia, axmeu. Nun, viele Palmen giebt es am Serbal keineswegs.Lächerlich findet Palmer auch Hitzig's Hypothese, daß der Serbal mit dem indischenGott Schiwa, tziva sachlich und sprachlich in Verbindung stehe. Inder Schrift,Urgeschichte und Mythologie der Philister, 1845, hat nämlich Hitzig so viel aufden Serbal aufgethürmt, daß er ihn zu einem Götterberg erhoben hat. P.leitet die Benennung von dem arabischen Worte i-x 2^2 ab, welches ursprünglichein „Hemd" bedeutet und übertragen wird auf eine Menge Wasser, welchesüber sanft gerundete Flächen fließt, wie sie die Spitze des Serbal zeigt.
Nach der negativen Seite ist Palmer's Argument von Serbal ein Gewinndaß dieser Berg nicht der Sinai oder Horeb sein kann. Nach der positivenSeite dagegen war er nicht im Stande, die Schwierigkeit zu widerlegen, diesich der Annahme eutgegenstellt, daß der G'ebel Musa der einzelne Berg Sinaisein soll. Denn in Numeri ist deutlich angegeben und in Exodus <19, 1—3,ist es angedeutet, daß die Israeliten nur eine Station von Rephidim bis zum„Berge" gemacht haben. Rephidim lag jedenfalls im Wady Feiran, was auchPalmer zugiebt, aber die Entfernung auch vom Endpunkte des Feiran bisG'ebel Musa kann in einem Tage nicht zurückgelegt werden, wohl aber zumSerbal. Was Palmer zur Hebung der Schwierigkeiten vorbringt iS. 160 fg.),ist nicht befriedigend. Es wird überhaupt unmöglich sein, zu ermitteln,welche Kuppe des höhenreichen Sinai-Gebirges der Gottesberg oder Berg derGesetzgebung war. Palmer giebt eine genaue Höhenmessung der Kuppen,welche die Gesellschaft ausgenommen hat <S. 10): Das Katherinenkloster5,020 engl. F.; das Kloster Ll-^rbaiu 5,624; Serbal 6,734; höchste Spitzedes G'ebel Musa 7,359; G'ebel Katharina 8,826 F. Nur um einige Fußniedriger ist der südlich von Katharinenberg liegende Umm-Schomer. Es giebtaber noch viele Kuppen, die niedriger liegen und leicht zugänglich sind. Warummußte denn gerade die höchste Bergspitze der ausermählte Berg gewesen sein?