Note 4.
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furchtbare Wüste," welche früher nur strichweise bekannt war, beginnt ihrenCharakter als tsrra inooAnita zu verlieren. Sie muß es sich gefallen lassen,daß ihre Geheimnisse nach und nach verrathen werden. Interessant ist es, daßgerade die Bibelforschung die Erweiterung der geographischen Kenntnisse dieserHalbinsel angeregt hat. Im Jahre 1868 —1869 hat eine englische Gesellschaft,die Sivai snrvs^ sxpsckition, eine Forschungsreise durch die Halbinsel bis zuden nördlichen Ausläufern des Sinat-Gebirgsstockes unternommen, einzig undallein zu dem Zwecke, die Stationen der Wüstenwanderung zu constatiren. Eswaren die Jngenieur-Kapitaine Wilson und E. H. Palmer, der GeistlicheI. W. Holland, der Naturforscher Wyatt und noch vier Officiere. In denJahren 1869—1870 unternahm Palmer in Begleitung von Tyrwhitt —Drake eine zweite Reise von den nördlichen Ausläufern des Sinai durch dieganze Wüste st-1'ib bis Jerusalem, dann wieder zurück und südlich und östlichdurch das peträische Gebirge bis zur Ostseite des tobten Meeres; es geschahauf Anregung der l?algstin6-1lxplnration-l?nnck. Das Resultat dieser beidenForschungsreisen ist das Buch: tbs ckassrt ob Lxockns .... in tba rvil-ckornsss ok tbs tort^zwars l-Vancksrinxs von Palmer (Cambridge 1871). Geradedie pessimistische Bibelkritik, die in England durch Bischof Colenso so vielStaub aufgeworfen hat, hat die neuesten Forschungen angeregt, die Authenticitätder pentateuchischen Relationen über den Aufenthalt der Israeliten in der Wüste,ihre Wanderungen, Stationen und längere Pausen, ihre Subsistenzmittel für Kin-der und Heerden zu retten. — Der Aegyptologe Prof. Georg Ebers unternahmAnfangs 1871 eine Reise durch die Landschaft Gosen und einen Theil derSinai-Halbinsel, nämlich bis zum G'ebel Musa und G'ebel Katherin, demMittelpunkte des Gebirgsstockes des Sinai, um einige im Exodus genannteLocalitäten durch den Augenschein kennen zu lernen und zu verificiren. DasResultat seiner Forschung hat Ebers in sein Buch: „durch Gosen zumSinai" niedergelegt (Leipzig 1872;. Durch diese zwei Schriften ist der Schau-platz der Wanderungen der Israeliten mehr bekannt und mancher dunkle Punkterhellt worden. Indessen ist die Expedition Palmer's bei weitem ergiebiger,weil sie einen weiten Landstrich, der auf den Karten ein leerer Flecken war, mitBergen, Wady's, Quellen, Ruinen gefüllt hat, während Ebers eine bereits durchVorgänger bekannte Route besichtigt hat. Beide stellen indeß Behauptungenals sicher auf, welche die Kritik noch nicht als zuverlässig acceptiren kann.Hier soll untersucht werden, welche Resultate der neueren Forschungen sicherund welche noch zweifelhaft find. Im Ganzen ist die Ausbeute nicht sehr reich.
Wir beginnen mit den Stationen östlich vom rothen Meere, da der Punktdes Durchganges bereits in der vorangegangenen Note behandelt ist.
Die erste Station, welche im Kataloge der Routen in Exodus und Numerigenannt wird, ist Marah nach dreitägiger Wanderung in der Wüste Schuroder Stham. Man hat seit Burkhardt damit die salzigbitteren Quellen beiBir-Hawwara verglichen. Dasselbe nehmen auch Palmer und Ebers an.Neues fügt der Erstere hinzu, daß die Araber es Hawwaraw laicht Hawaraoder Hamara, Haara) nennen, daß dieses die Bedeutung eines versickertenWasserpfuhls habe lS. 40 , und daß die Bitterkeit des Wassers von dem