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Geschichte der Juden.
Ramses am Kanal hatten sie sich zum Auszuge gesammelt (Exodus 12, 37,Numeri 33, 51 Die erste Station war Sukkot. Mag diese Localität identischsein mit einem Orte Sechet ldas Gefildes, nach Lauth, Moses der HebräerS. 11s und mit einem Orte Thaubastum oder nicht, es lag jedenfalls, wieauf den Karten angegeben ist, zwischen dem Timsah-See und dem nördlichdavon gelegenen Ballah-See. Die zweite Station war Etham im Anfängeder Wüste, und zwar der Wüste Schur <nach Exodus 15, 22, verglichen mitNumeri 33, 8s, d. h. der Wüste, welche sich im Norden der Sinaihalbinsel biszur Grenze Palästina's erstreckt. Sie hatten also eine nordöstliche Rich-tung eingeschlagen, um auf dem betretenen Karawanen-Wege nach Palästinazu gelangen. Dann erhielten sie die,Weisung, umzukehren, d. h. denselbenWeg wieder zurückzulegen. Sie kamen also wieder dem Timsah-See nahe.Dann sollten sie lagern vor Pi-Hachirot. Vom Timsah-See bis zur Suez-spitze ist mindestens 10 Meilen. Sollten sie zehn Meilen längs der Bitterseenwestlich gezogen sein, und zwar bis zur Südspitze? Wozu? Je weiter südlichsie auf diesem Wege vordrangen, desto gefährlicher war ihr Zug; es hieße, sichgeradezu in des Löwen Rachen stürzen. Die Schrift nöthigt keineswegs zuder Annahme, daß der Zug so weit südlich gegangen ist bis zur Spitze desGolfes — der wahrscheinlich durch den Fortbestand des Kanals nicht einmalvorhanden war. Wir müssen also n-n-mn -s im Norden aufsuchen.
Das Finden wird uns bedeutend erleichtert werden durch Beseitigungeines Jrrthums, der alle Erforscher dieses Thema, so viel mir bekannt ist, dasZiel verfehlen ließ. Indem diese in die Typhonstadt suchten, ver-
loren sie die Spur von Pi-Hachirot. Aber Baal-Zephon kann ja nicht einStadtname sein. Der Exodusvers sagt uns: „sie sollen vor Pi-Hachirotlagern zwischen Migdal und dem Meer, vor Baal-Zephon, ihm gegenübersollt ihr lagern am Meere." Wenn sie vor einer Stadt lagern sollen, so können siedoch nicht vor einer andern lagern? Es müßte denn sein, daß beide nah aneinander-gelegen haben; aber dannwäredie Präposition übel angebracht; ^„zwischen"hätte gebraucht sein müssen. Und was soll die Wiederholung in- 2 ; „gerade gegen-über sollet ihr lagern?" Alle diese exegetischen Jnconveuienzen hätten daraufsichren sollen, daß Baal-Zephon Name eines Götzenbildes sein muß.Dieses Götzenbild wird bei Pi-Hachirot vorausgesetzt. Die Israeliten wurdenalso angewiesen, vor dieser Stadt und zwar vor dem Götzenbilde und zwarihm gerade gegenüber zn lagern, damit Pharao in den Wahn verfallen soll,der Götze Baal-Zephon habe den Israeliten den Eingang zur Wüste verschlossen:vn-chs 15V. (Das Prädikat 15V hat zum Subjekte jivL i>5>v.) Dassogenannte Targum Jonathan erklärt richtig Baal-Zephon als Götzen iniL-v) undbezieht darauf das Prädikat „er hat verschlossen" (^->155 uv
xivivi). Das Wort Baal soll hier eben nur Götze bedeuten, weil das Wort"Nix vermieden werden sollte. Wir haben es hier also nur mit zu thun,einem Götzenbilde, das bei der Stadt Pi-Hachirot aufgestellt war. Wenn Ebers(a. a. O. S. 510) sagt: „Bis jetzt ist kein in der Nähe des rochen Meeresgelegener Ort nachweisbar gewesen, der sich mit Baal-Zephon zusammenbringenließe", so liegt es daran, daß es einen solchen Ort in Aegypten nirgends