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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

giöse Verkehrtheit trotz des Anscheines von Macht nicht bestehen, dagegen dasEthische ungeachtet der Schwäche seiner Vertretung sich behaupten und denSieg davon tragen werde.

3.

Der Durchzug durch das rothe Meer.

Ueber das Thema des Durchzuges ist schon so viel und von den bedeu-tendsten und ernstesten Forschern geschrieben worden, datz es Neberwindung kostet,wieder darauf zurückzukommen. Indessen fordert die seit der Eröffnung des Suez-Kanals erweiterte Kenntniß des Terrains zu neuer Untersuchung auf. Früherwar man ans die Mittheilungen beschränkt, welche die klassischen Schriftstellerund wenige Touristen über das rothe Meer und seine Umgebung hinterlassenhatten. Seit Lesseps' großartiger Unternehmung ist jeder Flecken auf dem Ge-biete des alten Gosen, wo gegenwärtig Dampfwagen durchrollen und Kanäledurchschnitten sind, so bekannt wie kaum manches europäisches Land, das nichtauf dem Wege von Touristen liegt. Diese bessere Bekanntschaft mit dem Bodenbietet der Erforschung neue Seiten dar.

Die Thatsache des Durchganges durch das rothe Meer steht historisch fest,eben so fest wie der Aufenthalt der Israeliten in Aegypten. Die Zweifel anderselben von Seiten der Hyperkritiker, wie Spinoza und Reimarus <inden sogenannten Wolfenbüttler Fragmenten), wird heutigen Tages, wo man mehrRespekt vor historischen Ueberlieferungen hat, kein ernster Forscher theilen.Tausendfach erklingt der Wiederhall dieser Begebenheit aus der hebräischenLiteratur wieder. Das Lied vom rothen Meer hat den wunderbaren Durch-gang zum Hauptthema. Mag dieses Lied nicht gleichzeitig gedichtet sein, wiedie Bibelkritik behauptet, so stammt es jedenfalls aus der Zeit Salomo's, nachdem Tempelbau, d. h. kaum 500 Jahre seit dem Auszug aus Aegypten, und solange kann sich die,Ueberlieferung an ein überwältigendes Factum treu erhalten.Die Kritik ist noch zur Concession gezwungen, daß der Eingang zu diesem Liede:^22 N22 12221 21O N22 NX.1 22 'ns- N22-2.-X, wirklich von Mose und denMännerchören gesungen und von Mirjam und den Franenchören wiederholt wor-den sein muß lvergl. E. Meier, Gesch. der National-Lit. der Hebr. S- 48). Hosea,einer der ältesten schriftstellerischen Propheten, spielt auf die Thatsache an, daßIsrael beim Auszuge aus Aegypten einen Gesang angestimmt habe <2,17): nn-ri2-1222 -,22X2 2-2-121 222122 2222 N2W. Also die Thatsache steht fest,

zu untersuchen ist nur die Modalität und Localität des Durchzuges.

Die Annahme, daß die Ebbe de» Durchgang erleichtert hat, sollte gegen-wärtig, als unmöglich, nicht mehr wiederholt werden; denn es hat sich erwiesen,daß die Ebbe das Wasser im rothen Meere nur um wenige Fuß vermindert.Jedenfalls bleibt so viel Schlamm zurück, daß dieser in Verbindung mit dem fel-sigen Grunde den Durchgang außerordentlich erschwert. Einzelne haben es versucht,das rothe Meer bei Suez an seiner schmalen Nordspitze zu überschreiten und wärenbeinahe ertrunken. Fürer von Heimendorf erzählt, daß er auf seiner Reise