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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

und des Stückes K. 2427, der Deutero-jeremianische Prophet IJerem. 50öl).Sie verkündeten sämmtlich zuversichtlich die Rückkehr aus dem Exile und einfürchterliches Strafgericht über Babylonien. Wenn das Eine, das Schicksaldes babylonischen Reiches, vermöge politischer Combination vorausverkündetwerden konnte, da Cyrus sich bereits als glücklicher Sieger bewährt und dieklein-asiatischen Staaten unterworfen hatte, und zu erwarten war, daß er Ba-bylonien nicht an der Grenze seines Reiches werde bestehen lassen, so warendoch zwei Umstände nicht vorauszusehen, daß Babylonien so hart gezüchtigtwerden und daß Cyrus die Exulanten heimkehren lasten werde. Der babylo-nische König Naboned brauchte sich nur zu unterwerfen und Cyrus' Vasall zuwerden, wie es mehrere Herrscher damals gethan haben, dem Sieger zu huldigen,so wäre die Zerstörung Babylonien's unterblieben. Am allerwenigsten war eszu erwarten, daß Cyrus sein Augenmerk auf das Häuflein der Judüer richtenwürde, welches in dem Gewimmel der von Cyrus unterworfenen Völkerschaften wieein Tropfen im Meere verschwand. Diese Verkündigung von der Rückkehr derExulanten, während sie noch in Babylonien von dem letzten König mit beson-derer Härte behandelt wurden, ist entschieden als Vorschau anzusehen, und siehat sich verwirklicht.

Auch die Prophezeiungen der letzten, der nachexilischen Prophetenhaben sich erfüllt. Zu den Trauernden,, welche über die Winzigkeit und Aerm-lichkeit des nenerbauten Tempels während Darius' Regierung seufzten, ver-kündete Chaggai:Größer wird die Ehre dieses Kleinen) Tempels als desersten sein (2, 69). Dasselbe verkündete auch sein Zeitgenosse Zacharia:Entfernte werden kommen und werden an dem Tempel Gottes theilnehmen"16,15). Buchstäblich hat sich diese Prophezeiung erfüllt. Die Ehre des zweitenTempels war groß, Heiden in Menge aus Syrien, den Euphratländern, Klein-asien, Griechenland und selbst aus Nom bekannten sich zum Judenthume, wall-fahrteten nach Jerusalem oder sandten Weihgeschenke zum Tempel. Das isteine historische Thatsache. Lange vor Paulus' Bekehrungseifer war dieFülleder Heiden" in das Haus Jakob's eingekehrt, ja, diese Wahrnehmung hat erstden Apostel aus Tarsus darauf gebracht, die Heiden zu bekehren und zur Kind-schaft Abraham's zu berufen. Das letzte Wort des nachexilischen Zacharia war:Es werden noch Völker und Bewohner großer Städte kommen und einanderauffordern, Gott den Herrn in Jerusalem aufzusuchen.. Zehn Männer von allenZungen der Völker werden den Zipfel eines judäischen Mannes erfassen,sprechend:wir wollen mit euch gehen, denn wir haben Gott mit euch gehört"<8, 20-23). Diese Verkündigung ist um so merkwürdiger, als die damaligeGegenwart sie Lügen strafte, indem die heimkehrenden Judäer bei den Nach-barvölkern nur Verachtung und Haß fanden.

In dieser Reihenfolge von prophetischen Verkündigungen von Amos bisZacharia 1800516i hat es sich als Thatsache herausgesteltt, daß sie in Wirk-lichkeit aus einer Vorschau der zukünftigen Ereignisse hervorgegangen sind, in-dem die Annahme von valioinia sx svsntu und von logischen Combinationendurchaus ausgeschlossen sind. Die Ereignisse sind ganz unzweifelhaft einelängere oder kürzere Zeit vorher angekündigt worden, und die Situation der