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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

Das religiöse Leben concentrirte sich bei den Israeliten, wie beiallen Völkern in den großen Volksfesten, welche mit den Abschnittendes Ackerbaus zusammenfielen, das Fest der ungesäuerten Brode zurZeit der Gerstenernte im Frühling, das Schnittfest zur Zeit der Weizen-ernte fünfzig Tage später und endlich das Sammelfest zur Zeit derFrüchte- und der Weinlese im Beginn des Herbstes. An denselbenwallfahrteten die Familien zur nächsten angesehenen Cultusstätte, unddavon hatten sie den Namen Wanderfeste (Rsgulim i). Der neueTempel unter Salomo zog zum Sammelfeste eine große Menge Besucheraus allen Stämmen nach Jerusalem, weil im Herbst Feld undGarten nicht niehr ihre Besitzer beschäftigten und ihnen Muße zurFestseier und zum Tempelbesnch ließen. Die freudige Erinnerungan die Einweihung des Tempels trug dazu bei, eine größere Be-theiligung an diesem Feste zu veranlassen. Es wurde deswegenganz besonders das Wallfest genannt. Die Auswärtigen,

welche nach Jerusalem gekommen waren und keine Gastfreundehatten, die sie in das Haus aufnahmen, bauten sich Hütten, umdarin die acht Tage des Festes zu verweilen. Das Frühlings- unddas Herbstfest erhielten indeß Beziehungen zu den geschichtlichenErinnerungen. Das Fest der ungesäuerten Brode diente zum An-denken an den Auszug aus Aegypten und das Herbstfest zur Erin-nerung an das Zeltleben in der Wüste. Die sieben Festtage wurdenmit Opfern, Freuden und geselligen Mahlen begangen. Der letzteTag der Frühlings- und Herbstesfeier scheint einer besondern Weiheund dem Ernste gedient zu haben. An demselben hielten sich dieBesucher im Tempelraum auf und enthielten sich der Speisen; erwurde der Tag der Enthaltsamkeit genannt^). Da Jerusalem

tz Exodus 23, 14.

-> Nicht blos zur Zeit des zweiten Tempels und später, sondern auch zur Zeitdes ersten wurde r^dxn LN oder niovn LN -c«r :n genannt, Könige

I, 8, 265; 12, 32 fg.; Ezcch. 45, 25; Jesaia 30, 29. LN Lvpnn ist dem-nach vom Hüttenfest zu verstehen, und ebenso Psalm 81,4 iiLN Ndov<das Wort NV 2 oder xv: bedeutet in der syrischen SpracheZeit des Voll-monds"). Weil an diesem Feste ein massenhafter Besuch des Tempels statt-fand, darum verkündete Zacharia, daß auch alle Völker zu demselben nachJerusalem wallfahrten werden <14, 16 sg.)

3) Azeret. Es folgt daraus, daß nnnL oder nnnL' synonym mit Lin ge-braucht wird. Joel 1, 14; 2, 15. Jesaia 1, 13. NNNL"' fix haben I-XXXtti d. h. NNNLN LIN. Dabei wird stets das Verbum wnp