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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Das Priesterthum.

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In diesem Brustschild (Ollösollsn) waren in vier Reihen verschieden-farbige Edelsteine angebracht, in welche die Namen der zwölfStämme eingestochen waren und eben so waren auf den Schulter-blättern je ein Edelstein mit sechs Namen der Stämme eingegraben.Die funkelnden Steine auf der Brust hatten ohne Zweifel einesinnbildliche Bedeutung, welche den Verständigen verständlich war;sie veranschaulichten Glanz und Erleuchtung, Echtheit undWahrheit sllriin rv' Dumwimi). Vermöge derselben sollte dersie tragende Hohepriester die Gesammtheit der Stämme vor Gottvermitteln und zugleich in zweifelhaften Lagen für das Volk und denes vertretenden König Auskunft ertheilen. Das von ihm feierlicherthcilte Wort galt als ein Gottesspruch. Der Hohepriester wurdeunter Salomo, wenn nicht über die Propheten, so doch ihnen gleichge-gcstellt. Bei großen Festversammlungen pflegte er zum Schluffe dasVolk zu segnen. Der von ihm gebrauchte Segensspruch bestand nicht,wie bei den götzendienerischen Völkern, aus dunkeln, mystischenZaubersprüchen ähnlich klingenden Formeln, sondern drückte einenklaren, Jedermann verständlichen Gedanken aus. Gott möge dasVolk segnen und beschützen, ihm sein Antlitz gnädig leuchten lassen,ihm freundlich und gewogen sein und ihm Frieden gewähren^). Dieübrigen Priester aus dem Hause Zadok trugen kurze Röcke ausByssus, hohe weiße Kopfbedeckung und Gürtel. Im Gegensatz zuden Priestern der Nachbarvölker, welche ihr Haupt- und Barthaarvollständig abzuschneiden pflegten, behielten die Ahroniden ihren natür-lichen Haarschmnck. Mit den Leichnamen und dem Tode hatten sienichts zu schaffen, sie sollten sich vielmehr nach dem Gesetze vonjener Verunreinigung durch Berührung von Leichen feruhalten. DerTempel zu Jerusalem brauchte nicht von den Wehklagen um einengestorbenen Gott wiederzuhallen. Das Volk aber konnte sich vonden Trauergebräuchen der Phönicicr und Kanaaniter nicht loswinden,bei Verlust eines Familiengliedes sich eine Glatze zu machen undsich den Körper mit Messern zu verwunden oder Einschnitte zumachen 3).

y Exodus Kap. 25. lieber die vergl. Note 20.

Numeri 6, 23 fg. Daß dieser Segensspruch alt ist, ergiebt sich ausPs. 67, in welchem bereits dieselbe Formel vorkommt; vergl. auch Ps. 134.

3) Folgt daraus, daß in der Sprache des gewöhnlichen Lebens und imStyl der Propheten n^pn und nnip, sowie "i'iirin gleichbedeutend ist mittrauern, Trauer" überhaupt.