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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Die Poesie.

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thums entspringt und dessen Wesen und innerstes Weben offenbart,war im israelitischen Kreise nicht eine bloße Spielerei, um müßigeStunden zu verkürzen, mythologische Wahngebilde in anziehenderForm zu verknüpfen, oder der gierigen Phantasie immer neue Stoffezuzuführen. Sie war ernst, auch wenn sie scherzte. Unbewußt wardas Ziel der hebräischen Poesie von ihrer Jugend an dahin gerichtet,die Seele zu erheben, nicht zu verweichlichen oder in Schlummerzu wiegen, den Flug der Gedanken anzntreiben und nicht einzulullen,die sinnlichen Regungen und die Verirrungen des Herzens zuhemmeu und nicht zu fördern. Sie bewahrte diesen Zug, auch ohnestets einen religiösen Charakter zu zeigen. Es gab vielmehr nebender religiösen Poesie auch eine Gattung, die man die weltlichenennen könnte; neben Psalmen und Lobliedern auf die Gottheitentstanden Fabeln, Parabeln und Rathselsprüche, und der KönigSalomo wird als Muster dieser Gattung der Poesie gerühmt.Aber auch diese weltliche Poesie hat ihr Augenmerk ans höhereZiele gerichtet, auf das Reich der Sittlichkeit und der fördersamenLebensthätigkeit.

Ein Frag- und Antwortspiel in Räthselform hat sich in derhebräischen Literatur erhalten, das zwar nicht gerade als echtes Er-zeugniß der salomonischen Zeit beurkundet ist, aber das Geprägeund den Geist der Dichtungsgattung an sich trägt, die Salomobeigelegt wird. Es sind Lebenserfahrungen darin niedergelegt mitNutzanwendung auf sittliche oder gesellschaftliche Verhältnisse.

Frage.Drei Dinge giebt cs, die nicht gesättigt werden,

Und ein viertes, das niegenug" sagt?"

Antwort.Das Grab und des Schoßes Pforte,

Die Erde, die nicht satt des Wassers,

Und das Feuer sagt niegenug""y.

zur Familie Serach; denn er wird auch in Könige das. genannt in-itrrnd. h. von der Familie n'n, ebenso Ps. 89, 1. Wenn cs in Ps. 87, 1 lautet:so muß man auch hier lesen: Es folgt also

aus dieser Stelle, daß Perezidcn und Serachidcn sich mit Poesie beschäftigthaben, und zwar wahrscheinlich zur Zeit Salomo's.

y Sprüche 30, 1531 sind fünf analoge, an die Zahl 3 und 4 geknüpfteSentenzen enthalten, die man nur verstehen kann, wenn man den Eingang alsRäthfelfrage betrachtet, wie bereits einige Ausleger sie erklärt haben. DerVers 15 von der ^Inüab (Blutsangerins gehört nicht zum Eingang der erstenSentenz, sondern scheint Fragment einer anderen, ausgefallenen Sentenz zu sein.

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