Tracht der Frauen.
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verständige Worte. Als Musterbilder schwebten den Israeliten dieErzmütter vor, welche mit ihren Gatten auf dem Fuße der Gleichheitstanden und von ihnen mit besonderer Achtung behandelt wurden.Das Gesetz stellte Mann und Frau ganz gleich und ermahnte dieSöhne, die Mutter ebenso zu ehren wie den Vater. Allerdingsverstieß es gegen die Sitte, wenn Frauen sich unter den Männernauf Straßen und Plätzen allzuoft blicken ließen; ihr Kreis war dasZelt oder das Hans. Da pflegten sie täglich Brod zu backen, zuspinnen und zu weben. Erschienen sie in der Oeffentlichkeit, sopflegten die Ehefrauen einen Theil ihres Gesichtes mit einem durch-sichtigen Halbschleier (2slk), der die Augen frei ließ, zu bedecken.Dieser Halbschleier war an einem runden Nasenstübchenbefestigt, welches von der Stirn bis zur Mitte der Nase reichte i).Selbstverständlich machten die Frauen mit der Zunahme des Wohl-standes unter Salomo und mit der Häufigkeit des Goldes und derEdelsteine einen größeren Aufwand als in früheren Zeiten. DieNasenstübchen für den Halbschleier, früher aus Erz, wurden ausGold verfertigt. Arme und Hals wurden mit Schmuck geziert; anden Fingern prangten Ringe. Glänzenden Purpur und schneeweißesLinnen konnten sie ohne Mühe haben, da Phönicien und Aegyptendem Lande näher gerückt waren, und Händler durch das Land zogenund Schmuckwaaren, so wie duftende Salben feil boten.
y Es ist ein unvertilgbarer Jrrthum der Archäologen, die israelitischenFrauen bis auf die jüngste Zeit der Bibel herab, Nasenringe, etwa im durch-bohrten Nasenknorpel gleich den amerikanischen Wilden, tragen zu lassen. Sowird nämlich vn: erklärt. Allerdings bedeutet es auch einen Schmuck für dieOhren, ob dieser aber Ringförmig war, ist nicht erwiesen. Der Schmuck vn,welcher mit der Nase in Verbindung genannt wird, war ganz entschieden nichtein Ring, sondern ein länglich rundes Stäbchen zur Befestigung des Halb-schleiers. Teodotion und Symmachos übersetzen an: richtig rnrFF ein-
Schmuck auf der Nase, nicht in der Nase. Das griechische Wort muß wohl inder Gegend, wo diese Ucbcrsetzer lebten, für diese Sache eingebürgert gewesensein. Hieronymus bemerkt zu Ezech. 10,12: Verbum rlensin guock oironlnsin similitnckinöiu laotns inanrinm eockein vooabnlo nnnoniretur et . . usgnsüockis inter cetera ornameuta mnliernm solent anrei eirenli in os exkrönte psnckers et iinwiners naribus. So wie zur Zeit Hieronymus'tragen noch heutigen Tages die Frauen in Palästina und Aegypten, so weit sicverschleiert ausgehcn, ein rundes Stäbchen von Messing oder Gold an derStirn bis zur Mitte der Rase, woran der Halbschlcicr befestigt ist. vn: kannnur ein solches Stäbchen gewesen sein.