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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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auf dieselbe an dem Frevler'):Soll unsere Schwester wie eine

Buhlerin behandelt werden!" Für die Unersättlichkeit der Lüst-linge scheinen indeß Buhldirnen geduldet worden zu sein, Ausländerin-nen, die sich für Geld (disänn) Preis gaben2). Die Reinheit der Ehewurde ganz besonders wie der Augapfel bewahrt. Ehebruch galtals ein schweres Verbrechen, welches das Gesetz mit der Todesstrafebelegte und die Sitte mit Schmach verdammte. Die Ungelegenheiten,die David über sich brachte, waren eine Folge des Ehebruchs und dieseswurde ihm von Menschen nicht verziehen. Das Familienhaupt ver-heiratete seine Tochter, allerdings ohne ihre Zustimmung, so wieer für seinen Sohn eine Frau auswählte. Der Bräutigam übergabdafür dem Vater eine Morgengabe (LlobLr), wohl ein Ueber-bleibsel der alten Sitte, als der Vater noch seine Tochter verkaufte.Das Recht des Vaters, seine Tochter zu verkaufen, war bereitsnach dem Gesetze beschränkt. Der Werber selbst mußte sie ehe-lichen oder durfte sie allenfalls seinem Sohne zur Frau geben,aber er durfte sie nicht weiter an eine andere Familie über-geben^). Er durfte sie überhaupt nicht als Sklavin behandelnund mußte alle Pflichten gegen sie, wie gegen eine in bester Formgeehelichte Frau erfüllen. Die Hochzeitsceremonie war einfach. Diejungfräuliche Braut trug an diesem Tage einen HochzeitskranzWohl aus Blumen und hatte davon ihren Namendie Be-kränzte" slvatlall). In diesem Schmuck wurde sie aus dem elter-lichen Hause ins Haus des Schwiegervaters eingeführt, aber zuerstin einem eigens geschmückten Gemache (Obuppn) mit dem Bräutigamzusammcngeführt.

In der Regel hatte jeder Ehemann nur eine einzige Frau, undnur im Nothfalle, wenn die Ehe kinderlos geblieben war, führte derselbeeine zweite ins Haus^). Nur die Könige hatten aus Nachahmungs-

Folgt aus der Geschichte von Amnon und Theamar 0 . S. 264. Vergl.Genesis 34, 31; 49, 5.

2) Folgt daraus, daß öfter n^t und genannt wird.

Exodus 21, 8 bedeutet Lr'h,einer fremden Familie".

4) Die faktische Monogamie der Israeliten folgt besonders aus der Erzählungvon der Schandthat in Gibca, Richter 21,22: iriwx Vwx irnpi- xl>

es steht nicht Die Bigamie aus Noth ist angcdentet in der Geschichte

Abraham's, Jakob's und Elkana's, weil deren erste Frau kinderlos war. Isaakdagegen hatte nur eine einzige Frau. Die Monogamie, als Theorie, ist inder Schöpfungsgeschichte empföhlen (Genesis 2, 24): inwXI P 2 N 1 . Das Gesetz