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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

Stadtthore, auf einem geräumigen Platze; in der Stadt selbst warin den engen Gäßchen kein Raum dafür, überhaupt fand die Zu-sammenkunft der Stadtleute zum Kauf und Verkauf vor dem Thorestatti). Die Richter saßen hoch in Mitte der Versammlung, unddas Volk stand je nach Abkunft und Rang in Kreisen um dieRichtersitze 2).

Als Quelle des Rechts und Beschützer der Gerechtigkeit wurdeGott selbst angesehen;ihm, der Richter der ganzen Erde ist, istUngerechtigkeit ein Gräuel." Das Gerichtswesen wurde daher, alsunter Gottes Auge stehend, betrachtet, daß Gott selbst in derrichtenden Gemeinde gewissermaßen anwesend sei und sie beauf-sichtigtes. Da das Gericht Gottes sei, so sollen die Richter sich vorungerechtem Urtheilsspruch hüten, kein Ansehen der Person kennen,den Geringen wie den Vornehmen in unparteilicher Weise anhören,dem Fremdling wie dem Stammgenossen Recht verschaffen undganz besonders sich vor Bestechung Hiltens. Als Beweis derSchuld eines Angeklagten wurde nur die Aussage von mindestenszwei Zeugen angenommen°). Salomo, welcher auf die Ausübungder Gerechtigkeit großes Gewicht legte, hat ohne Zweifel für diestrenge Handhabung des Gerichtswesens Sorge getragen und sieüberwacht. Der Amtsschreiber (8obot6r) war zugleich derVollstrecker des UrtheilZb). Indessen hatte das Recht noch nichtdas grausame Herkommen zu überwinden vermocht. Wurde einFamilienvater zum Tode verurtheilt, so wurden auch dessen Kinderdem Tode überliefert. Um der Väter willen mußten die Kinderihr Leben ernbüßen?). Die Gibeoniten hatten deßwegen verlangt,

h Amos 5, 15; Deuteron. 22, 15; 25, 7; Klaget. 5, 14; erhielt da-durch geradezu die Bedeutung von "w?Stadt"; 'z'wZLv bedeutetin deinenStädten".

2) Exodus 18,14; darauf beruhen die Ausdrücke oder "finv, die Mitted. h. vornehm und rmpv am Ende d. h. gering.

3) Deuterouom. 1, 17; Ps. 82, 1; Chron. II, 19, 6 fg.

Die Belegstellen sind zahlreich. Die Sprache hat ein besonderes Wortfür Unparteilichkeit ausgeprägt: auch einmal dichterisch

Jes. 11, 4.

Sj Könige I, 21, 10 fg.; Deuteron. 19, 15 u. a. St.

v) Daher hat das Wort die Bedeutung von Schreiben, und heißt.Vollstrecker; Auch bei den Aegyptern war der Schreiber zugleich Büttel.

Folgt aus Könige II, 14, 6 fg. und Josua 7, 2425.