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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Die Königin von Saba.

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Unterredungen mit ihm und bewunderte seine Weisheit, den TempelGottes, den er erbaut hatte, und die Ordnung und den Glanz seinesHofes. Seine Weisheit soll sie durch Räthselfragen erprobt haben,die sie ihm anfgegeben und die er zu ihrer Bewunderung beant-wortet habe. Sie konnte nicht umhin dem König zu gestehen, daßihre Erwartungen übertroffen worden seien, und pries den Königwegen seiner Weisheit und Gerechtigkeit und den Gott Jsrael's, derihn auf den Thron eines so großen Volkes gesetzt hat^).

Wie die Königin von Saba, so sind ohne Zweifel auch andereAusländer nach Jerusalem gekommen, um dem König Salomo ihreHuldigung darzubringen und haben sich in dem Lande, wo sie eine reineGottesverehrung ohne sichtbares Bild und ohne unzüchtige Ceremonievorgefunden hatten, dauernd niedergelassen. Diese Ausländer oderEingewanderten konnten aber keinen Bodenbesitz erwerben, weil dieserden eingebornen Israeliten gehörte und nicht veräußert wurde.Sie mußten sich daher den israelitischen Familien anschließen, umein Ansiedlungsrecht zu erwerben. Es gab demgemäß im israeliti-schen Lande drei oder vier Menschenklassen: eingeborne Israeliten(lüm-aoll), eingeborne Kanaaniter, welche Halbhörige waren,Beisassen oder Hintersassen (Tosokmb), welche zum Theil nochihren Bodenbesitz behalten hatten, ferner eingewanderte Fremd-linge, welche Schützlinge einzelner Familien waren, und endlichSklaven, theils Kriegsgefangene und theils Kanaaniter, die sich alsSklaven verkauften 2). Bei allen Völkern des Alterthums warendie unterjochten Stämme und die Fremden völlig rechtlos, sie durf-ten gekränkt und mißhandelt werden, ohne daß ihre Klagen bei denVertretern des Rechtes Gehör fanden; der Richterstand hatte nichtdie Befugniß, für sie einzutreten. Das israelitische Gesetz dagegen,

h Könige 1,10,1 fg. 'n SSW NX NSsw .xsw SS^SI hat keinen

verständlichen Sinn. Die griechische Version hat dafür: ra

ebenso der Syrer x°wss xswi. Die Königin von Saba hatteebenso vom Namen Gottes, wie vom Ruhme Salomo's vernommen. Daherist es erklärlich, daß Vers 9 das. sie den Preis Gottes aussprechen läßt. Ausdiesem Vorgang hat sich bei Propheten und Psalmisten der Zug ausgeprägt,daß Könige und Fürsten nach Jerusalem kommen werden, um dem Gott Jsrael'szu huldigen, wobei die Könige von Saba öfter mit genannt werden.

2) Diese werden rps nsps genannt, für Geld erworbene Sklaven; vergl.Levitic. 25, 44 fg. Vergl. über die Toschabim und Gerim, Frankel-Graetz,Monatsschr. Jahrg. 1871, S. 239 fg.

Graetz, Geschichte der Juden. I.

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