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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

Klumpen von Silber und Gold von scheibenförmig-runder Gestaltgegossen, welche das Gewicht von 3,000 Sekel enthielten (Llikbar i).Die verläßliche Bestimmung des Gewichtes der Münzen erfordertedie Anfertigung von genauen Waagen mit zwei ohrenförmigenSchalen. So wie das Gewicht, so hat wohl auch das Längen-und Hohlmaßsystem unter Salomo die Ausbildung erhalten.

Wie stand es mit dem Zeitmaße? War auch der flüchtige,uumerklich verrinnende Abstand zwischen einer Erscheinung und derandern, zwischen einer Handlung und der andern über die von derNatur gegebene Abgrenzung hinaus in kleinere und größere Abschnitteeingetheilt? Die Urkunden lassen uns darüber im Stich. Dochläßt sich wohl mit Wahrscheinlichkeit annehmen, daß die Israelitenebenso wenig, wie alle alten Völker, die Eintheilung des Tages inStunden gekannt haben. Der Tag wurde nur in drei Theilezerlegt, Morgen, Mittag und Abendzeit (den ba-^rbsgim), und dieNacht, wie es im Kriege die Noth erforderte, für Ablösung derWachtposten in drei Nachtwachen eingetheilt (^.sobmora). DerTagesanfang scheint mit dem Morgen begonnen zu Habens. DieWoche zählte man nicht wie bei den Aegyptern nach dem Sonnen-kalender zehntägig, sondern nach dem vierfachen Mondwechsel sieben-tägig, wie denn überhaupt die Umlaufszeit des Mondes denKalender bestimmte. Jeder Neumondstag war zugleich ein Festtag.Wie ist aber der Ueberschuß von beinah zwei Tagen des Monatsmit der Zählung von vier Wochen ausgeglichen worden? Dafürfehlt uns jeder Anhalt und ebenso für eine andere Zeitbestimmung.Das Ende der Ernte galt als ein bedeutsamer Zeitabschnitt, so daßdas Jahr mit dem Herbste begann 3). Auf der andern Seite solltezur Erinnerung an die Befreiung von Aegypten von dem erstenFrühlingsmonat gezählt werden, so daß der Jahresanfang mit demFrühling begann und das Herbstfest in den siebenten Monat fiel^).

y Die Mine nis, kommt in der alt-hebräischen Literatur nicht vor,das einzige mal, wo sie genannt wird, Könige I, 10, 17 muß dafür nach derParall. Chronik II, 9, 16 nix« gelesen werden. Man hat sonst keinen An-haltspunkt dafür, daß die Mine aus 100 Sekel bestanden haben soll, vcrgl.Böckh, metrologische Untersuchungen, S. 62 fg.

2) Bergl. Samuel Ben-Melr lUasobban) Commentar zu Genesis 1, 3.Delitzsch, Comment. zu Gen. das.

»1 Exodus 23, 16; 34, 22.

«i Numeri 29, 12.