Das Münzwesen.
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ebnete Straßen durchschnitten das Land und waren von langenZügen beladener Kameele oder rasch trabenden Rossen belebt. DerKönig ging nicht mehr hinter dein Pfluge her, sondern fuhr aufPrachtwagen. Zur Zeit der Richterin Debora galt es noch als bevor-zugte Stellung der Vornehmen, auf weißen Eseln zu reiten. Davidritt schon ein Maulthier und ließ seinen Sohn zum feierlichenSalbungs- und Krönungszuge auf einem solchen reiten. Salomodagegen machte Ausflüge zur Erfrischung auf stolzen ägyptischenRossen nach der paradiesischen Gegend von Etham und war in einglänzend weißes Gewand gehüllt P Und wie der König und dieHofleute, so machten auch die Wohlhabenden des Volkes in Kleidung,Geräthschaften und Tafel augenfälligen Aufwand, die Grundlageund Bedingung einer höhern Cultnr. Gold war in Fülle im Landeverbreitet, das Silber hatte seinen früher» Werth verloren. Wiedas Land unter David und Salomo einen weit gebietenden Groß-staat bildete, so war das Volk nah daran, im Wetteifer mit denSidoniern und Tyriern ein Handel- und Schifffahrt- treibendesVolk zu werden; zu einem Handelsstaate hatte es besonders bereitseinen Ansatz gemacht.
Das Münzwesen erhielt in Folge des zunehmenden Handelsund der geschäftlichen Verbindung mit dem Auslande eine festeOrdnung und eine zuverlässige Gangbarkeit. Während man inder ältesten Zeit die Werthe der Maaren nur nach Kleinvieh(LssitL) berechnete oder nur ungefähr bestimmte, eigentlich nurTauschgeschäfte machte, und später kleine walzenförmige Silberstücke(6sraü) in Verkehr kamen, hat es Salomo für nöthig erachtet, denWerth der edlern Metalle, welche den Handel vermitteln sollten,nach feststehendem Gewichte zu regeln, nach babylonisch-phönicischemMuster. Ein Steinchen von einem angenommenen bestimmtenGewichte (Loüsüsl, Sekel) galt als Einheit und hieß der königlicheStein skidsn lm-Llslsoü), wie die gebahnten Straßen königlicheWege genannt wurden so. S. 328). Der große Sekel führte denNamen das heilige Gewicht (8oüsüsl km-Xoässoü). Da für denHandel im Großen indeß das mühsame Abwägen und Zählen vonkleineren Münzen zu zeitraubend befunden wurde, so wurden große
y Josephus Werthümer VIII, 7, 3 aus einer unbekannten, aber gewißhistorischen Quelle, vielleicht aus Cupolemo's Schrift Tre^t räw ^ '/orwttt«