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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

und Gediegenheit. Die Urangesessenen des Landes Israel habensich in dem fast halben Jahrtausend, seitdem die IsraelitenHauptbesitzer desselben geworden, wenig verändert; die Kanaaniter,Moabiter, Ammoniter, Jdumäer und selbst Philister und Phöniciersind stets in demselben Einerlei geblieben. Oder haben sie sichdoch gewandelt, ohne daß der Nachwelt Kunde davon zugekommenist? Dieses Stillschweigen ist ein noch schlimmeres Zeugniß fürihre Kraftbegabung. Sie haben also nicht vermocht, ihr eigenstesWesen und ihre Wandlung in Denkmäler zu prägen für diekünftigen Geschlechter. Oder haben sie doch Denkmäler hinterlassenund die Zerstörerin Zeit hat sie vernichtet? Dann bekunden sienoch mehr ihre Armuth, daß die späteren Geschlechter so wenigWerth auf die Erhaltung derselben gelegt haben, daß ihr Andenkenaus der Erinnerung völlig geschwunden ist.

Nicht so die Israeliten. In demselben Zeiträume eines fasthalben Jahrtausendes seit ihrem Einzuge bis zu der salomonischenZeit haben sie sich außerordentlich verändert und haben von ihremjedesmaligen Wandel ein Zeitbild hinterlassen, woran noch diegegenwärtigen und späteren Geschlechter ihn erkennen können. DieserWechsel zeigt sich in allen Aeußerungen des Volkslebens. Daswandelbare Zelt und die schwanke Hütte waren größtenteils bisauf die zurückgebliebene Triftengegend verschwunden und haben demfesten Hause aus Cypressenstämmen Platz gemacht. Die Bergspitzenwaren von befestigten Städten belebt, Weideplätze mit grasendenHeerden und patriarchalischen Hirten waren seltener geworden; inden Thälern -und an den sanft ansteigenden Berghöhen waren Ge-treidefelder ausgebreitet, die, wenn der Regen nicht mangelte, reichenSegen spendeten. Der Boden trieb nicht bloß Weizen und Spelt,sondern auch schattige Bäume und saftige Früchte. Der Weinstockrankte sich an die Berglehnen und sog aus dem sorgfältig gepflegtenErdreich den Saft und von der glühenden Sonne das Feuer.Manband an den Weinstock den Esel und das Füllen an die Edelrebe,man wusch in Wein das Gewand und tauchte das Kleid in Traubcn-blut, roth war das Gesicht von Wein und weiß die Zähne vonMilch" ft. Ackerbau, Gartenzucht und Weinbau bildeten in dersalomonischen Zeit die Hauptbeschäftigung der Israeliten. Ge-

p Genesis 49. 11-12.