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Geschichte der Juden.
ihnen beigegeben i). Die Schiffe sollten den langen Seeweg bisan die Mündung des Indus machen. Die Maaren, welche dieSchiffe in entfernte Erdtheile zum Austausch tragen sollten, warenallerdings phönicische Erzeugnisse: Purpur, Glaswaaren oder Er-zeugnisse des Abendlandes, welche die Phönicier für ihre Maareneingetauscht hatten. Diese Schiffsladung mochte Salomo oder eineHandelsgesellschaft den Tyriern abgekauft haben, um sie in fernenGegenden um andere Werthe umzusetzen. Das Land Israel hattewenig Erzeugnisse, welche in den Augen des Auslandes Werthhätten, aber doch eines, welches Gold aufwog: den Balsam vonGilead?), welcher im Alterthum als Heil- und Linderungsmittelganz besonders geschätzt wurde.
Als die israelitische Flotte segelfertig war, lief sie vom HafenEzion-Geber aus, steuerte in das rothe Meer, welches Arabien vonden gegenüber liegenden Ländern Aegypten, Nubien und Äthio-pien trennt, und fuhr längs der Küste bis zur Meerenge, welchedas südarabische Gestade bespült, und bis zur Mündung des Induszum Lande Ophir (Abhira^), dem jetzigen Sind). Auf allenHafenplätzen, wo die Schiffe Halt machten, und wo zugleich einMarktplatz war, setzten die israelitischen Kaufleute ihre mitgebrachtenMaaren ab. Doch der reichste Marktplatz für verschiedene Völker-
v Könige I, 9, 26 fg. ist unzweideutig angegeben, daß Salomo in Ezion-Geber Schiffe bauen ließ, und daß nur die von ihm ausgerüsteten Schiffenach Ophir segelten. Dagegen scheint Vers 10, 22 anzudeuten, daß auchHiram von da aus feine Schiffe auslaufcn ließ. Aber wie sollten diephönicischcn Schiffe nach dem Golf von Ailat gekommen fein? Es ist nicht denk-bar, daß Salomo wohl den Phöniciern erlaubt haben sollte, auf dieser RhedeSchiffe zu bauen. Daher empfiehlt sich die L. A. der Chronik II, 9,10:
für oder vollständiger In Könige 10, 11
muß man auch lesen lwie 9, 27) und Chronik das. 8, 18:
Vollständig erhalten ist der Vers in Chronik das. 9,10: vai
-Iwx Unhaltbar ist daher die
Auslegung, als wenn die Schiffe „Hiram-Schiffe" genannt worden wären. DasVerhältnis; ist vielmehr so zu denken, daß Salomo allein die Flotte aus-rüsten ließ, allerdings mit Hilfe von phönicischen Schiffsbauleuten, und daßphönicische Seeleute die Flotte begleitet haben. Es befanden sich alsodarauf „Diener Salomo's mit Dienern Hieram's"; die Schiffewaren israelitisch, die Mannschaft gemischt.
2> Vergl. Note 18.
3) Vergl. dieselbe Note.