Die Seefahrt nach Ophir.
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schäften von Nord- und Ostindien war im Lande Ophir; hier (viel-leicht in der Handelsstadt Minna Guraj strömten die Reichthümerverschiedener Länder zusammen, um gegen einander ausgetauscht zuwerden. Für die Erzeugnisse, welche die israelitischen Seefahrermitgebracht hatten, erhielten sie Goldklumpen, welche aus demStromgebiete des obern Jndusflusses nach Ophir gebracht wurden.
Nach einem Zeiträume von drei Jahren kehrte die SalomonischeFlotte von ihrer ersten Fahrt reichbeladen zurück. Lange Züge vonKameelen trugen die mitgebrachten Schätze nach der HauptstadtJerusalem zum großen Staunen der ganzen Bevölkerung. Mehrals vierhundert Talente (Kikhar) Goldes, Silber in großer Menge,Elfenbein, Ebenholz, häßliche Affen und schöngefiederte Pfauen,Sandelholz und wohlriechende Pflanzen wurden eingeführt. Aus demElfenbein ließ Salomo seinen Gerichtsthron anfertigen, und das Sandel-holz wurde zu Verzierungen für die Harfen und Lauten der Saiten-spieler für den Tempel verwendet. Auch ein Geländer für die Brücke,welche vom Palaste zum Tempel führte, wurde aus dieser seltenenund theuren Holzart verfertigt i). Diese Ophir- oder Jndienfahrt ließSalomo mehrere Male wiederholen, und jede derselben brachte neueReichthümer und Sehenswürdigkeiten ins Land. Ailat, die Stadtam Hafen des Meerbusens, erlangte dadurch eine große Bedeutung;Judäer setzten sich darin fest2), und das Land Israel erlangte dadurcheine weitere Ausdehnung von der Spitze des rothen Meeres bisnach Aram und bis zum Euphrat b).
Um Rosse und Wagen nach den aramäischen Ländern und derEuphratgegend und die Maaren aus Phönicien bis zum Hafen zubefördern, mußten gangbare Straßen angelegt und für die Sicher-heit der Karavanen gesorgt werden. Auch dafür traf Salomo Vor-kehrungen. In einem gebirgigen Lande ist es nicht leicht für Last-thiere und noch weniger für Rosse und Wagen, weite Streckenzurückzulegen, weil bald eine steile Höhe, bald ein jäher Abhangund bald Steingerölle Hindernisse in den Weg legen. Salomo
'1 Könige I, 10, 12; f. Note 18.2> Folgt aus Könige II, 16, 6.
S) Exodus 23, 31.