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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Einweihung des Tempels.

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Tausend Opfer gebracht; aber gewiß wurden auch Psalmen gesungen.Wahrscheinlich bilden einen Ueberrest derselben folgende Verse:

Hebet, ihr Thore, eure Häupter,

Erhebet euch, ihr ewigen Pforten,

Daß cinziche der König der Ehre!

Wer ist der König der Ehre?"

Jhwh stark und mächtig,

Jhwh mächtig im Kriege.

Hebet, ihr Thore eure HäupterUnd erhebet euch, ihr ewigen Pforten,

Daß einziehe der König der Ehre!

Wer ist der König der Ehre?"

Der Herr Zebaot,

Er ist der König der Ehrep.

Sobald die Bnndeslade in das Allerheiligste gebracht war,verhüllte eine dichte Wolke den ganzen Tempelraum, so daß dieAhroniden verhindert waren, den Dienst zu verrichten. Diese Er-scheinung galt als ein Gnadenzeichen Gottes, daß die Weihe desHauses in seinem Sinne geschehen sei, daß er den Tempel als sein Hausanerkenne, darin verehrt sein wolle und darin seine Gegenwartdurch Offenbarung kund geben werde. Die Stimmung der anwesen-den Menge bei der Einweihung war daher freudig, gehoben und an-dachtsvoll. Der in Ebenmaß ansgeführte Bau und die Pracht desTempels machte einen erhebenden Eindruck und das sichtbare Gnaden-zeichen erhöhte ihn. Der König gab den Empfindungen der An-wesenden mit kurzen Worten einen angemessenen Ansdruck:Gotthat verheißen in einer Wolke zu weilen, gebaut Hab' ich einen festen

0 Ps. 24, Vers 7 fg. Die meisten Ausleger beziehen diesen Ps. ganz ans dieEinweihung unter Salomo. Jndeß der erste Theil Vers 16 hängt mit demzweiten nicht zusammen und verräth sich durch die Termini 'n ''wnn und iwpvn'n ^22 als ein späterer Psalm. Daß Gott in der ältcrn Partie als siegreichdargestellt wird, ist auf den Umstand zurückznführen, daß die Bnndeslade in denKrieg geführt und ihr die Vernichtung der Feinde zugeschrieben wurde. Bergl.Numeri 10, 35 u. o. S. 105. Aber eben wegen der Anspielung auf dieBnndeslade passen diese Verse für die Uebersiedelung derselben und die Ein-weihung. Daß Ps. 30 nicht ein Einweihnngspsalm unter Salomo sein kann,ist selbstverständlich. Es ist eine Ueberarbeitnng. des Hiskijanischen Gebetes.Die Ucberschrift von Ps. 157 bezieht diesen ebenfalls ans Salomo's Tempelban;es ist aber nur errathen.