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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Geschichte der Juden.

und mit Koloquinten unterhalb desselben verziert. Dieser Wasserbe-hälter stand nicht auf dem Fußboden, sondern wurde von zwölf ausErz gegossenen Rindern getragen, von denen je drei einer andernSeite zugewendet waren. Dieses eherne Meer galt neben den beidenSäulen als ein wundervolles Kunstwerk, das ebenfalls von Hiromausgeführt war. Das Wasser in demselben zum Waschen der Händeund Füße für die Opferpricster, so oft sie das Heiligthum betretenwollten, ist wahrscheinlich vermittelst drehbarer Hähne ausgeflossen').Zehn kleine Wasserbehälter, kunstvoll gearbeitet, standen ans Rädernim Vorhofe und dienten dazu, hin und her gefahren zu werden.Tempelgeräthe, Opfer- und Weihrauchschalen ließ Salomo in großerMenge anfertigen, theils aus Gold und theils aus funkelndem Erze.Reichthum und Glanz war über das Innere und Aenßere desTempels ausgegossen.

Es wurde auch darauf Bedacht genommen, daß neben den Opfernauch ein erhebender Gottesdienst durch Gesang und Saitcnspielbegangen werden sollte. Zu diesem Zwecke ließ Salomo Harfenund Lauten aus Sandelholz anfertigen 2).

Feierlich war die Einweihung des Tempels nach Vollendungdes Baues in sieben Jahren (um 1005). Der Monat, in dem dieFeldarbeit und die Weinlese beendet waren, wurde dazu erwählt. DieHäupter sämmtlicher Stämme und die Nettesten der Familien wurdendazu eingeladen, und aus der Nähe und Ferne strömte viel Volkshinzu, den Glanz des Gotteshauses anzustaunen und dem seltenenSchauspiele beizuwohnen. Die Feierlichkeit begann mit der lleber-siedlung der Bundeslade vom Berge Zion, der David'sstadt, nachdem Hügel Moria. Die Leviten trugen sie ans ihren Schulternbis zum Eingang des Tempels, und die Ahroniden stellten sie indas Allerheiligste unter die ausgebreiteten Flügel der Cherubim.An der Bundeslade befanden sich noch die Tragestangen aus derZeit der Wüstenwanderung; sie waren so angebracht, daß sämmtlicheAnwesende das heilige Ueberbleibsel des Alterthnms, die zweisteinernen Tafeln der Zehnworte, schauen konnten. Bei der Ueber-tragung der Bundeslade und während der Einweihung wurden viel

1) Auf diese Art wird noch heute das Wasser aus den großen, zuweilen

colossalen Wasserbehältern in den Vorhöfen der Moscheen zum Waschen be-nutzt; cs fließt durch die Ocffnung der Hähne aus.

2) Könige das. 10, 12.