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Geschichte der Juden.
Sobald die Steine und das Bauholz an Ort und Stellegeschafft waren, wo der Tempel errichtet werden sollte, wozu dreiJahre nöthig waren, begann der Bau unter der Leitung phönicischerBaukünstler und im phönicischen Style. Der Tempel war aus
Quadersteinen aufgeführt, die Wände inwendig mit Cedernhohlenbelegt. In denselben waren Figuren von Palmen, offnen Blumen-kelchen und Cherubim (geflügelte Wesen mit Mcnschengesichtern)angebracht, und die Figuren waren mit Gold belegt. Der Umfangdes Tempels betrug sechszig Ellen in der Länge, zwanzig in derBreite und dreißig in der Höhe. Er zerfiel in das Allerheiligste(vebir, Hintergemach) viereckig von je 20 Ellen, und in das Heilig-thum (UsolmI), das vierzig Ellen lang war. Im Allerheiligsten,das höher als das Heiligthum gelegen zm haben scheint, standenzwei Cherubim aus vergoldetem Olivenholz von je zehn Ellen Höhe,deren Flügel je fünf Ellen lang sich ausbreitcten. Im Eingang zumHeiligthum war eine offene Vorhalle (Ulnm), gemäß der Breite desHeiligthums und von zehn Ellen Länge, und vor dieser Halle standen zweiSäulen aus Erz gegossen, welche als ein staunenswerthes Kunstwerkgalten. Ein halb-israelitischer Künstler Hirom, dessen Vater einTyrier und dessen Mutter eine Naphtalitin war, hatte sie angefertigt.Der Schaft der Säulen betrug 18 Ellen an Höhe und 12 Ellen anUmfang. Auf denselben war je ein verzierter Knauf in Lilienform, umwelchen zwei Schnüre von je 100 Granatäpfeln aus Erz schwebten.Bon diesen beiden Säulen hieß die linke Boaz, die rechte Jachin,
ziemlich identisch mit dem Gebiete Naphtali's oder Obergaliläa lJosna 20, 7;21, 32; Könige II, 15, 29j. Unter NL-in Michter 4, 2 fg.) ist wohl anch
als Verkürzung NL-iN zu verstehen. — Was die Benennung i- 12 :
für diese Gegend betrifft, so ist ihre Etymologie noch nicht befriedigend gelöst;die dafür vorgeschlagenen Hypothesen sind sämmtlich abenteuerlich, vergl. GeseniusThesaurus s. o. Käme nicht eine Stadt Khabul im Verzeichniß der Städtebei Josua vor, erwähnte Josephus nicht eine Stadt Chabnlon oder Chabolounweit Ptolemai's Mko), und erzählten die talmudischcn Quellen nicht, daß esnoch nach der zweiten Tempelzcrstörung in Galiläa eine Stadt i-in: gegeben hat,so könnte man geneigt sein, in der Stelle Könige zu lesen: p'ix vni-
statt Denn daß nicht Hiram die Gegend so genannt hat, wie allgemein
irrthümlich angenommen wird, um seine Geringschätzung derselben auszndrücken,geht daraus hervor, daß man mit der syr. Version nothwendig lesen muß:2N): d. h. man nannte die Gegend so, nicht Hiram nannte sic.