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1 (1873) Geschichte der Israeliten von ihren Uranfängen (um 1500) bis zum Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) : nebst synchronistischen Zeittafeln
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Salomo's Weisheit.

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Niemand durch Ungerechtigkeit leiden. Wenn der Spruch auchnicht von ihm stammen sollte:Durch Gerechtigkeit wird der Thronbefestigt"), so ist er in seinem Sinne ausgesprochen.

Salomo's Weisheit wird auch nach einer andern Seite hingerühmt, seine Beschäftigung mit der Dichtkunst. Diese bestandzunächst in der Fabeldichtuug (Llasollnt). Er führte die hohenCedern des Libanon und niedrige Mauerpflanzen, als Bilder desHöchsten und Niedrigsten, die Vierfüßler, hochfliegende Vögel undschleichende Kriechthiere, selbst stumme Fische redend ein. JedeFabel hat wohl mit einem zur Lehre dienenden Kernspruche geschlossen.Uebertreibend wird erzählt, er habe solcher Fabeln drei Tausendgedichtet und noch dazu fünf Tausend Lieder?) oder Lehrsprüche.Salomo war keinesweges der Erfinder der Fabeldichtung; denndiese ist auch unter den Israeliten lange vor ihm gepflegt worden.Jotahm, der Sohn des Richters Gideon, hat eine sinnreiche Fabelvom Berge Garizim zur Warnung des verblendeten Volkes vonSichem hinuntergerufen so. S. 126). Der Prophet Nathan hat seineStrafrede an David wegen dessen Sünde mit Bathseba in eineParabel gekleidet so. S. 292). Allein, wenn Salomo auch nichtErfinder dieser Dichtnngsart war, so gereicht es doch seinem hohenSinne zum Ruhme, daß er die Muße, welche seine Regierungssorgenihm ließen, zur Weiterbildung derselben benutzt hat. Noch nacheiner andern Seite äußerte sich Salomo's Geistesbegabung. Siebestand darin, von Personen und Dingen höherer Beziehung nurverhüllt zu sprechen, sie durch Merkmale nur halb anzudeuten undsie errathen zu lassen. Solche Räthsel, in eine poetische Formgegossen, machten als Spiel des Witzes für den Augenblick einenangenehmen Eindruck. Es war damals Sitte, bei Gelagen und

i) Sprüche 16, 12.

-) Könige das. 5,1213. 1,XX haben wohl richtiger:

rssrr statt nwrin. Daß weder die Sprüche Salomo's noch

das Hohelied noch endlich der Prediger (ni-tip) von Salomo

gedichtet sind, gilt gegenwärtig als ausgemacht, sie rcflektircn alle drei andereZeiten und andere Situationen. Was das nn-wt betrifft, so hat

schon Sirach darunter Fabeln verstanden (47, 17): ei- Trngoi/Erx

verstand es auch Josephus (Mterth. VIII, 2,5): k'x»aro,/ xlckos'

ühoo Nichts dcstoweniger macht noch Ewald daraus

naturwissenschaftliche Kentnisse, die er Salomo beilegt.