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Geschichte der Juden.
errichtet hatte. Dieses hatte das Ansehen von Schilo geerbt. Eingroßartig angelegter Tempel würde alle diese rivalisirenden Städtein den Schatten stellen, das Volk dahin bringen, nach Jerusalemzu Festeszeiten zu wallen und diese Stadt als einzigen Mittel-punkt anznsehen. Ehe indeß David an die Ausführung seines Planesging, besprach er ihn mit dem Propheten Nathan; der Prophetstand damals über dem Priester. „Ich wohne in einem Cedernhause,und die Bundeslade Gottes weilt noch immer in einem beweglichenZelte. Ich will einen Cederntempel für dieselbe erbauen." Nathanbilligte diesen Plan: „Alles, was in Deinem Herzen ist, führe aus;denn Gott ist mit Dir!" In derselben Nacht hatte aber David einenbedeutungsvollen Traums. Und des andern Tages begab sich derProphet Nathan zu ihm, um ihm im Namen Gottes zu eröffnen,daß David nicht berufen sei, einen Tempel zu erbauen, weil er vielBlut vergossen hat, daß diese Aufgabe aber seinem Sohne Vor-behalten bleibe. Zugleich wurde David verkündet, daß sein Thronfür lange Dauer errichtet sei, daß eine lange Reihe von Königenaus seinen Nachkommen über das Volk Gottes herrschen werde,wenn sie in Gottes Wegen wandeln werden. So sehr es auch fürDavid eine Herzenssache geworden war, einen stattlichen Tempel in
r), Samuel II, 7, 4 ist masoretisch eine Lücke angedeutet, wie in 24, 10(vergl. o. S. 272). In der Lücke muß erzählt gewesen sein, daß David einen Traumhatte, und auch was der Inhalt desselben war. Denn das darauf mitgctheilteGebet David's (18—29) bezieht sich nur zum Theil auf Nathan's Verkündigung( 5 — 16 ). In derselben ist nur vorübergehend von der langen Dauer derdavidischcn Dynastie die Rede, während in David's Gebet diese Aussicht (V. 19:pin-ivb "( 12 " rnI n:vr:i) den Mittelpunkt bildet. In diesem Traumemuß ein Gesicht angedeutet gewesen sein, welches in Chronik I, 17, 17 deut-licher als in Samuel ausgedrückt ist ünxfi nin: So dunkel
auch der Passus ist, so ist doch so viel gewiß, daß nicht das
Richtige sein, und ->in oder nicht „Reihe der Menschen" oder etwa Reihen-folge der Geschlechter bedeuten kann. Es wäre eine nnhebräische Ausdrncksweise.Das Verbum führt darauf, daß das Ursprüngliche war; dann
kann aber eher iin: das Wort -in: oder nnni: sein, „Krone". Davidkönnte im Traumgesichte eine Krone gesehen haben. Tann ist der Sinn desPassus verständlich: „Du hast mich die
Krone eines Menschen von oben sehen lassen". — In diesen: Traume kann erauch die Worte vernommen haben, welche Chron. I, 22, 7 anführt, daß Davidden Tcmpelbau unterlassen möge, weil er in Kriegen viel Blut vergossen hat.Darauf weist ja auch der Zusammenhang von n-rl-v.' und hin.