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Geschichte der Juden.
gebung zusichern und ihm anbieten, ihn znm Feldherrn zu ernennen.Erst durch diese Aussicht zeigte sich Amasa geneigt, zu David über-zugehen, und er redete den Aeltestcu Juda's zu, David entgegen zukommen'1. Darauf hin schickten auch die Judäer eine Einladungan David, und eine Gesandtschaft zog dem König nach Gilgal zumEmpfang entgegen.
Der Stamm Benjamin gerieth dadurch in Verlegenheit. Wassollte er nun beginnen? Benjaminitcn hatten David bei seinerFlucht aus Jerusalem durch ihr Gebiet ihren feindseligen Sinnoffenkundig gezeigt. Sie hatten es nicht mehr für möglich gehalten,daß er je wieder zurückkehren und den Thron einnehmen werde.Nun war eine Wendung eingetreten, und nicht nur die Nordstämme,sondern auch Inda war nahe daran, ihm wieder zu huldigen. EinHerz hatten die Benjaminitcn nicht für David; sollten sie aber inihrer Vereinzelung in Feindseligkeit verharren? Dann würde sie desKönigs Zorn am empfindlichsten treffen. Schimi, jener Benja-minite, welcher dem König auf seiner Flucht durch Schmähungenso viel Herzleid zugefügt hatte und am meisten zu fürchten hatte,ertheilte den Rath: so recht auffällig einen großen Eifer für Davidan den Tag zu legen, einen noch größern, als die übrigen Stämme,ihn durch Zuvorkommenheit milde zu stimmen, und gewissermaßenseinen Edelmuth zu ihrem Fürsprecher zu machen. In Folge dessenerklärten sich Tausend Benjaminiten bereit, David znm Empfangentgegen zu eilen, schlossen sich der judäischen Gesandtschaft an und,am Jordan angelangt, schlugen sie eine Brücke über denselben, umdem König den Uebergang zu erleichtern^.
Während dessen hatte der König Machanaim verlassen und sichdem Jordan genähert, begleitet von seinem Hause, seinen Dienern
i) Das. 19, 14—15: zu ist Amasa als Subjekt hinzu zu denken.
2> Das. Vers 18 nx inl-Li, das ohne Analogie ist, giebt die syrische
Version sinngemäß wieder, inwri, „sie machten eine Brücke über denJordan oder überbrückten ihn". Dann muß N"QVN Vers 19 die Brückebedeuten. An „Schiff" oder „Fähre" ist nicht zn denken, denn ein Schiff kannunmöglich auf dem Jordan fahren. Ist der Fluß voll, dann reißt cs dieStrömung fort, und ist er seicht, dann hindern die F-elsstückc die Fahrt. — DasSubjekt zn -chnn ndt .. . iv-nn nx sind die Bcnja-
miniten und Schimi. Sie haben die Brücke geschlagen, sie dem König zurVerfügung gestellt; sie waren die ersten über den Jordan, den König zu be-grüßen. So erhält die Relation einen prägnanten Sinn.